Heute vor 20 Jahren fand die bisher letzte totale Sonnenfinsternis über Deutschland statt. Ich erinnere mich noch daran, als wäre es erst gestern gewesen: wir sind extra Richtung Süden gefahren, um in den Pfad der Totalität zu kommen. Es war bewölkt - aber gerade im richtigen Moment gab es eine Wolkenlücke, die den Blick auf die totale Finsternis freigab. Vom "Drumherum", dass es dunkler wurde und ruhiger etc. habe ich entweder nicht viel mitbekommen (könnte am Wetter gelegen haben...) oder ich habe es schlicht und ergreifend vergessen - 20 Jahre sind eine lange Zeit.

Rückblickend betrachtet war die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 für mich ein prägendes Erlebnis und eines von mehreren Dingen, die meine Faszination für die Astronomie (und damit einhergehend auch für die Raumfahrt) ausgelöst haben. Dazu gehören auch noch ein Sternwartenbesuch, bei dem ich die Ringe des Saturns durch ein Teleskop sehen konnte (damit hatte ich als total Ahnungslose nicht gerechnet) und die Bilder des "Hubble"-Weltraumteleskops, mit denen ich durch das Internet immer mehr in Kontakt gekommen bin.

Was davon als erstes kam, kann ich nicht mehr sagen - ich weiß nur, wie wichtig die totale Sonnenfinsternis von 1999 rückblickend betrachtet für mich war: Heute blicke ich oft und mit großem Vergnügen beruflich zu den Planeten und Sternen - und weiß, dass ich vieles tun würde, um noch einmal eine totale Sonnenfinsternis zu erleben.

(An dieser Stelle ein "Geheimtipp" von mir: die totale Sonnenfinsternis am 12. August 2026 ist auch in Teilen Spaniens zu sehen...)

(Bild: totale Sonnenfinsternis in den USA 2017, Nasa/Carla Thomas)

Tanja Banner

Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin und Bloggerin mit Interesse an Social Media, Astronomie und Raumfahrt. Bücherwurm. Fan des FC Bayern. Pendlerin. Online-Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau.

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