Teil zwei der Highland-Saga

Wie ich ja hier schon geschrieben habe, beginnt "Dragonfly in Amber" überraschenderweise zwanzig Jahre nach dem Ende des ersten Buchs. Claire und ihre 20-jährige Tochter sind 1968 nach Schottland gereist, weil Claire ihrer Tochter die Wahrheit über ihre Herkunft und ihren Vater (Jamie) sagen will. Bevor sie das tut, will sie, die "losen Enden" miteinander verknüpfen und beauftragt einen Bekannten mit der Beschaffung von Informationen über einige Highlander, die sie im 18. Jahrhundert gekannt hat.

Extremer Zeitsprung
Die Konstruktion des Buchs hat mich beim Lesen etwas gestört. Der erste Teil der Serie ("Outlander") endet mitten im 18. Jahrhundert und auf einmal sind wir in der Gegenwart (also 1968) und es gibt eine 20-jährige Tochter. Relativ bald erzählt Claire jedoch von ihren Erlebnissen in der Vergangenheit, die sich nahtlos an "Outlander" anschließen. Die alles entscheidende Frage im zweiten Buch ist immer noch ob und wie Claire den Jakobitenaufstand verhindern kann und ob sie das überhaupt darf. Dazu kommt die Frage, ob Frank (ihr Ehemann in der Gegenwart) weiterlebt, wenn sein Vorfahre Jack Randall in der Vergangenheit umkommt, bevor er den Sohn gezeugt hat, der seine Verwandtschaftslinie fortführt.

Immer wiederkehrende Elemente
Das Buch besteht hauptsächlich aus Reisen von einem zu einem anderen Ort, aus Intrigen in Paris und zu Hause und den üblichen Verwirrspielen: Claire wird entführt/verschleppt oder verschwindet auf mysteriöse Weise und Jamie sucht und rettet sie oder Claire wendet ihr medizinisches Wissen an und bekommt den Ruf einer Hexe oder oder oder...

Spannende Aspekte
Dabei gibt es hauptsächlich drei Dinge, die das Buch überhaupt spannend machen: Die Frage, ob der Jakobitenaufstand verhindert werden kann und darf, die Sache mit ihrem Ehemann Frank und die Frage, wieso und wie Claire wieder in "ihre" Zeit zurückreist. Trotzdem muss ich gestehen: Der dritte Band der Reihe ("Voyager") ist schon so gut wie gekauft, weil ich jetzt auch nicht mehr aufhören kann. An der einen oder anderen Stelle würde dem 946-Seiten-Wälzer allerdings eine Kürzung und Straffung sehr gut tun und ich hoffe, dass "Voyager" etwas schneller "auf den Punkt" kommt.

Tanja Banner

Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin und Bloggerin mit Interesse an Social Media, Astronomie und Raumfahrt. Bücherwurm. Fan des FC Bayern. Pendlerin. Online-Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau.

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5 Kommentare

  1. intressant aber das lustige ist, dass man voll oft bei so Zeitnummern mit Veränderungen in der Vergangenheit an ZURÃœCK IN DIE ZUKUNFT und denkt: Leute, so geht das doch nicht :D

  2. cassiopeia

    13. Juli 2007 at 17:12

    Also mir ging das bei dem Buch überhaupt nicht so. Das kommt vielleicht nur bei meinem Text so rüber, weil ich die ganze Handlung auf diese Fragen reduziere. Tatsächlich kommen die Fragen auch nicht ständig im Buch vor (sind ja auch 950 Seiten!).

  3. was ist es denn für ein Genre?

  4. cassiopeia

    13. Juli 2007 at 22:40

    Gute Frage. Ich würde sagen, Historien-Drama-Romanze (mit starker Betonung auf Historie). Und Action kommt auch viel vor ;-)

  5. hm auf Historien Geschichten stehe ich nicht wirklich…

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