Was ich seit Beginn der NSA-Affäre geändert habe

Bildquelle: Freiheit statt Angst 2008 Berlin, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Zu Beginn der NSA-Affäre habe ich mich hier einige Male mit dem Thema Schutz und Verschlüsselung der eigenen Daten auseinandergesetzt. Jetzt war ich eine zeitlang sehr ruhig, was das Thema angeht - das heißt aber nicht, dass sich nicht doch etwas getan hätte. Ganz konkret habe ich sogar einiges getan - ob es hilft, weiß nur die NSA, aber es ist jedenfalls besser, als nichts zu tun.

Verschlüsselte Mails auf PC und Smartphone

Ich habe mich damit beschäftigt, wie man E-Mails verschlüsselt und kann jetzt sowohl auf dem PC als auch auf dem Smartphone verschlüsselte Mails verschicken und empfangen.   (Ich warte heute noch auf die erste verschlüsselte Mail, die nicht von mir selbst stammt - aber ich weiß, wie es geht. Und ihr solltet es auch wissen. Hier könnt ihr mehr erfahren.) Mein Public Key sollte auf den gängigen Schlüsselservern verfügbar sein, außerdem stehen die wichtigsten Informationen, wie man mich verschlüsselt erreichen kann, hier.

Threema statt WhatsApp

Der Messengerdienst WhatsApp steht ja immer wieder einmal in der Kritik, was den Datenschutz angeht. Daher habe ich mich entschieden, auf Threema umzusteigen, einen Dienst, der zwar etwas kostet (1,60€ für Android bzw. 1,79€ für iOS), aber dafür auch sicherer sein soll. Den nutzt zwar außer mir noch genau eine Person in meinem Adressbuch (der ich den Messenger aufgezwungen habe), aber was solls. Ein Anfang ist gemacht und vielleicht lassen sich im Laufe der Zeit noch andere überzeugen.

Ubuntu statt Windows

Schritt drei hat eigentlich weniger mit der NSA-Geschichte zu tun als mit meiner natürlichen Neugierde, was Technik angeht. Trotzdem gehört er auch in diese Aufzählung hinein. Seit ein paar Tagen läuft auf meinem Rechner parallel zur Windows-Installation auch Ubuntu. Momentan nur parallel, weil ich einige Windows-Programme habe, auf die ich nicht verzichten möchte (Photoshop beispielsweise - ich kann mit Gimp nichts anfangen). Aber ich kann mir durchaus vorstellen, in Zukunft ganz auf Ubuntu zu wechseln, wenn ich mich damit lange genug auseinandergesetzt habe.

Übrigens: Mir ist vollkommen bewusst, dass das noch lange nicht reicht. Eigentlich müsste ich mich bei sämtlichen sozialen Netzwerken abmelden, Suchmaschinen-Alternativen zu Google nutzen und mein Surfen im Netz mit TOR verschleiern. Aber ich finde, das, was ich oben beschrieben habe, ist schon einmal ein guter Anfang. Es heißt ja nicht, dass das alles war.

Bild: Freiheit statt Angst 2008 Berlin, Lizenz: CC BY-SA 2.0

Tanja Banner

Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin und Bloggerin mit Interesse an Social Media, Astronomie und Raumfahrt. Bücherwurm. Fan des FC Bayern. Pendlerin. Online-Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau.

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2 Gedanken zu „Was ich seit Beginn der NSA-Affäre geändert habe

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