Twitter-Tool: twtrland

Wer tiefergehende Informationen über seine Twitter-Follower möchte, als Twitter sie anbietet, dem sei das Tool twtrland empfohlen. Oberflächlich betrachtet, macht das Tool folgendes: Es analysiert Twitter-Profile und zeigt beispielsweise folgendes an:

  • Wie viele Tweets werden von dem Account am Tag verschickt?
  • Wie viele Retweets pro 100 Tweets bekommt der Account?
  • Wie viele Replies pro 100 Tweets bekommt der Account?
  • Mit welchen Twitterern interagiert der Account am häufigsten?
  • Welche Geschlechterverteilung gibt es unter den Followern?
  • Welche Tweets wurden am häufigsten retweetet?
  • Welche Arten von Tweets (reiner Text, Links, RTs, mentions, replys, Check-ins, Bilder) werden verschickt?

Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern.

So kann man beispielsweise über sein eigenes Twitter-Profil eine Menge herausfinden. Ich wusste bisher weder, was mein am häufigsten retweeteter Tweet war (zugegeben, das liegt eher daran, dass ich mir aus den Zahlen meiner eigenen Accounts nicht so viel mache) noch dass 58% meiner Follower männlich sind und ich 25 mentions pro 100 Tweets bekomme. Interessant ist auch die Auflistung der Twitterer, mit denen ich mich "unterhalten" habe.

Das sind insgesamt ganz nette Zahlen - viel interessanter wird die Nutzung von twtrland, wenn man beispielsweise für einen neu gestarteten Twitter-Account relevante Twitterer sucht, denen man folgen möchte.

Ein Beispiel:

Man möchte relevante Twitterer auf einen Twitter-Account aufmerksam machen, indem man ihnen z.B. folgt oder sie in einem Tweet erwähnt. "Relevant" hat man beispielsweise definiert als "wohnt in Stadt x", "ist 20-40 Jahre alt" und "weiblich". In die twtrland-Suche gibt man also den Namen der Stadt ein und bekommt passende Twitterer angezeigt. Diese Ergebnisliste kann man filtern nach Alter, Geschlecht und "Typecast". Die "Typecasts" erklärt twtrland in den FAQ:

Celebrity: Varies from Justin Bieber to a local celebrity
Power User: Very active and popular user
Casual: Regular active user.
Novice: New or unactive user
Calculated by all the stats you see in a profile page.

In der Ergebnisliste bekommt man von passenden Twitter-Accounts das Bild, die Beschreibung, den Twitternamen und die Anzahl der Follower angezeigt. Ein Klick auf das Bild führt zur Profilansicht, die ich oben beschrieben habe. Hier sieht man anhand der oben beschriebenen Zahlen sehr schön: twittert der User viel? Retweetet er viel? Hat er viele Follower? Denn genau das sind evtl. die Zahlen, auf die ich Wert lege. Auf der Profilseite kann man dem Twitter-Account praktischerweise auch gleich folgen - und sich dann auf die Suche nach dem nächsten relevanten Twitterer machen.

Ein zweites Beispiel:

Gesucht werden die "Celebrities" einer Stadt, beispielsweise Frankfurt. Denn wenn man sich mit ihnen "unterhält" oder von ihnen retweetet wird, bekommt der eigene Twitter-Account evtl. viel Aufmerksamkeit. Die Suchergebnisseite dafür sieht dann so aus (ganz am Rande: ich freue mich sehr, dass der Account @FRonline, den ich betreue, dort aufgelistet ist):

Auf das Bild klicken, um es zu vergrößern.

Aber...

In den FAQ erklärt twtrland, dass für Geschlecht und Alter selbstlernende Filter verwendet werden, für den Ortsfilter werden die öffentlichen Daten der User verwendet - also der Ort, der vom User angegeben wurde. Ob dieser immer richtig angegeben wird, weiß man dabei natürlich nicht. Die Analyse der Profile basiert übrigens - wegen Einschränkungen in der Twitter-API - nicht auf allen jemals verschickten Tweets, aber nach Angaben von twtrland auf mindestens 1500 Tweets.

Tools, Tools, Tools...

Ein anderes Tool, das interessant klingt, das ich aber noch nicht selbst ausprobiert habe, stellt Daniel Rehn vor: Tame, eine Kontextsuche für Twitter.

Tanja Banner

Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin und Bloggerin mit Interesse an Social Media, Astronomie und Raumfahrt. Bücherwurm. Fan des FC Bayern. Pendlerin. Online-Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau.

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2 Kommentare

  1. Danke für den Tipp. Habe es gleich mal ausprobiert und auf die lange Tool-Liste gepackt ;-)

  2. Danke für den Tipp, hab mich zum Ausprobieren erst mal selbst gesucht :-) und das Tool für sehr interessant befunden. Übrigens… Warum hast Du eigentlich keinen Flattr-Button hier?

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