Digitale Notizen

Internet, Astronomie, Raumfahrt & mehr

Kategorie: Social Media (Seite 2 von 9)

Öfter danke sagen. Teil 1: Danke, @DHLPaket!

Im Social Web hört man ziemlich selten Lob und das Wort "danke". Deshalb möchte ich in unregelmäßiger Reihenfolge Beiträge veröffentlichen, wie mir geholfen wurde und loben und mich bedanken. Beginnen möchte ich mit einem Beispiel, das mir gerade erst gestern selbst passiert ist und das mich schon alleine wegen der Geschwindigkeit beeindruckt hat.

Zum Hintergrund: Ich hatte etwas bestellt, das an die Packstation im Ort geliefert werden sollte. Laut Sendungsverfolgung wurde das Paket am Freitagvormittag dort eingeliefert. Normalerweise kommt dann innerhalb kurzer Zeit eine SMS mit dem Hinweis und einer TAN, die ich brauche, um das Paket abzuholen. Dieses Mal war die TAN auch 24 Stunden nach der Paketeinlieferung nicht da. Also wendete ich mich an @DHLPaket auf Twitter, von denen ich weiß, dass sie schnell reagieren. Weiterlesen

Digitaler Frühjahrsputz

Beim Blick nach draußen stellt man derzeit fest: es ist ganz offensichtlich Frühling. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint, alles blüht und wird grün, Menschen laufen niesend mit Taschentüchern durch die Gegend.

Der Frühlingsbeginn, die gelegentlich eintrudelnden Mails von Geister-Social-Networks wie den Lokalisten und die Meldung, dass RTL "Wer kennt wen" aufgibt, haben mich dazu veranlasst, ein bisschen Frühlingsputz zu machen. Digitalen Frühlingsputz: ich habe meine Konten bei einigen sozialen Netzwerken gelöscht, teilweise war das schon seit Jahren überfällig. Weiterlesen

Ein Plädoyer für mehr Hilfsbereitschaft und weniger Meckerei im Netz

Facebook kauft WhatsApp - und zwei Dinge kann man heute immer wieder lesen: Empfehlungen für WhatsApp-Alternativen (zugegeben: ich habe auch einen solchen Artikel geschrieben) und Kommentare wie "Wer Facebook nutzt, braucht sich doch eh nicht um Datenschutz zu sorgen" oder "Wer bisher WhatsApp genutzt hat, ist sowieso selbst schuld". Ich finde diese Kommentare ziemlich anmaßend. Weiterlesen

Kleine Kinder, Tiere und Wetter gehen immer

Wie heißt es so schön?

"Kleine Kinder und Tiere gehen immer."  

Ich möchte die Aufzählung um das Thema Wetter ergänzen - wie ich immer wieder merke, geht das Wetter auf Facebook auch immer. Lange herbeigesehnter Sonnenschein genauso wie überraschender Schnee, ein den öffentlichen Nahverkehr beeinträchtigender Sturm, ein besonders schöner Sonnenuntergang oder einfach nur das Wetter zwischendurch.

Kaum postet man ein Wetter-Bild auf Facebook, gibt es Likes ohne Ende - und das Schöne ist, dass man als Facebook-Dependance einer Nachrichten-Website sogar täglich übers Wetter schreiben darf (solange man etwas Nachrichtliches unterbringt...) und damit nicht zu der Seite Fanpage gehört, die mit Smalltalk-Themen nur Likes sammelt.

Facebook, du langweilst mich!

In letzter Zeit stelle ich immer häufiger fest, dass mich Facebook langweilt. Nichts los, keine neuen Posts in meiner Timeline. Poste ich etwas, kommt so gut wie kein Feedback. Schaue ich in der mobilen Facebook-App, bekomme ich fast nur Beiträge angeboten, die mindestens einen Tag alt (und oft schon gar nicht mehr aktuell) sind.

Facebook, du langweilst mich!  

Die Konsequenz: ich bin noch weniger auf Facebook unterwegs als früher, mittlerweile fast nur noch beruflich. Glücklicherweise habe ich einen Großteil meiner Facebook-Freunde dazu gebracht, mich per E-Mail zu kontaktieren und nicht per Facebook-Nachricht. Das heißt, ich "muss" nicht mehr oft auf Facebook sein. Denn Zeit, die ich dort verbringe, ist meist vergeudete Zeit.

Ob das im Sinne der Aktionäre ist? Ich möchte es bezweifeln. Aber das stört mich recht wenig: ich bin dann mal bei Twitter...

Bild: West McGowan (Lizenz: CC BY-NC 2.0)

Schneller als die Anderen – mit Twitter

Mit Twitter ist man in Echtzeit dabei, wenn irgendwo auf der Welt etwas passiert

Das hört man immer wieder, wenn es um Twitter und die Frage geht, was man mit dem 140-Zeichen-Dienst überhaupt anfangen kann. Nun bin ich einmal bekennender Twitter-Fan und habe erst gestern wieder erlebt, wie nah man an einem aktuellen Ereignis sein kann und dass Twitter - wenn man den richtigen Personen folgt - wertvolle Informationen liefern kann.

Gestern spätabends kam die Nachricht, dass Nelson Mandela gestorben ist. Jener südafrikanische Nationalheld, dem es ja schon lange nicht gut ging und der auf Twitter schon mehrfach für tot erklärt wurde. Doch dieses Mal war es - zumindest in meiner Wahrnehmung - anders. Ein Blick auf den Abend, an dem Nelson Mandela starb und wie man es früher hätte wissen können als die anderen, ohne vor Ort zu sein.

Früher als die anderen - dank Twitter

Etwa 20 Minuten vor der Meldung, dass Mandela tot sei, retweetete mir Andy Carvin (dessen Twitter-Account ich empfehlen kann!) einen Tweet in die Timeline, der mich aufhorchen ließ:

Milton Nkosi ist BBC-Korrespondent in Südafrika. Zwei Minuten nach seinem ersten Tweet, berichtete er, dass in den nächsten Minuten der südafrikanische Präsident Jacob Zuma eine Fernsehansprache halten würde. Zählte man eins und eins zusammen, konnte man sich schon vorstellen, was eventuell los ist. Nur etwa 15 Minuten später kam dann die Bestätigung, die mich in Form eines Tweets von Guardian-Chefredakteur Alan Rusbridger erreichte:

Erst Minuten später kamen die Eilmeldungen diverser Nachrichtenportale auf meinem Smartphone an.

Und was hat man jetzt davon, 15 Minuten schneller zu sein?

Als Privatmensch hat man davon natürlich nicht viel - man weiß ein paar Minuten früher als andere, was in der Welt los ist (oder demnächst passieren könnte). Beruflich könnte das natürlich anders aussehen: Sitzt man in der Redaktion am Agenturticker, bekommt man nicht mit, was in Südafrika passiert, wenn die Agentur nicht explizit darauf hinweist (aus Erfahrung kann ich sagen: das tut sie in der Regel nicht). Das heißt, dass man von der Eilmeldung in dem Moment überrascht wird, in dem sie alle anderen auch bekommen. Der Wettlauf, wer der schnellste ist, ist eröffnet. Bekommt man aber (natürlich aus einer seriösen Quelle) mit, was in Südafrika los ist, kann man sich schon einmal vorbereiten und muss in dem Moment, in dem die Meldung bestätigt ist, die Fakten nur noch einmal gegenchecken und auf "publizieren" klicken.

Anderes Beispiel: Die Mandela-Meldung kam recht spät - vermutlich zu spät für die meisten Printprodukte. Hätte man frühzeitig mitbekommen, dass sich Menschen vor dem Haus versammeln und eine Ansprache angekündigt ist, hätte man vielleicht noch die Chance gehabt, den Tod Mandelas in die aktuelle Printausgabe zu bekommen.

Bild: CAMON (Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0)

"Zurück in die Zukunft" live auf Twitter

Was war am 26. Oktober 1985? Ein Protestmarsch im Londoner Hyde Park, der Uluru wird in Australien den Ureinwohnern zurückgegeben - und Marty McFly rettet sich mit einem DeLorean, der eine Zeitmaschine ist, vor Terroristen in die Vergangenheit.

Ja, letzteres ist natürlich nicht wirklich passiert, sondern in einem Film. Genauer gesagt, im Klassiker "Zurück in die Zukunft". Und wird gerade - ja, genau jetzt, - auf Twitter "nachgespielt". Sage und schreibe 49 Twitter-Accounts haben die Initiatoren laut dailydot.com dafür angelegt. Selbst der DeLorean hat einen eigenen Twitter-Account:

Aber fangen wir am Anfang an:

Mit dem "Hill Valley Project" wollen die Initiatoren auf die Michael J. Fox Foundation aufmerksam machen. Ich würde sagen: das gelingt ihnen. Die Idee ist großartig und die Arbeit, die hinter dem Projekt steckt, ist sicher nicht wenig. Das "Hill Valley Project" ist in meinen Augen noch ein Grund mehr, Twitter zu lieben.  

Hier noch ein paar Zitate:

WordPress-Plugin: Sätze "twitterbar" machen

Vor knapp zwei Wochen hat die New York Times mit einem neuen Feature für Aufmerksamkeit gesorgt: Besonders wichtige Stellen in einem Text waren markiert und konnten mit einem Klick getwittert werden. "Es ist ein einmaliges Experiment in diesem Artikel", zitiert Poynter Marc Lavallee von der NYT.

Der Artikel mit dem "twitterbaren" Sätzen wurde elf Mal öfter getwittert als der durchschnittliche Times-Artikel, schreibt ein Twitter-Mitarbeiter in einem Blogeintrag und beruft sich auf Daten von Topsy.

Ich finde die Idee, Sätze zum Twittern hervorzuheben, richtig gut: Wenn ich einen Artikel lese, den ich twittern möchte, suche ich oft nach solchen Sätzen, die den Artikel interessanter machen, als es die Überschrift vielleicht schafft. Deshalb freue ich mich auch, dass es schon ein WordPress-Plugin gibt, das mich hier in diesem Text Sätze hervorheben lässt, die ich für besonders twitterwürdig halte. Optisch gefällt mir zwar die Version besser, die Twitter selbst verwendet (hier kann man sie sehen), aber das ist immerhin ein Anfang.

WordPress-Plugin "Tweetable Text"

Es gibt ein WordPress-Plugin, mit dem man Sätze "twitterbar" machen kann.  Das sieht dann ganz ähnlich aus wie bei der New York Times (oder wie der erste Satz dieses Absatzes ;-) ): Der Text ist farblich hinterlegt, am Ende wird ein Twitter-Symbol angezeigt. Klickt man darauf, wird der Text in ein Twitter-Feld kopiert, dazu kommt der Link zum Artikel. Die Installation des Plugins ist ganz einfach: Plugin herunterladen, hochladen, aktivieren, die Schriftart für das Twitter-Symbol hinzufügen, fertig. Will man einen Text im Backend als "twitterbar" kennzeichnen, nutzt man den folgenden Code:

[ tweetable] [/ tweetable]

Genauer wird die Installation und Verwendung beim Nieman Lab beschrieben.

Wenn man ein wenig mit den Möglichkeiten spielt, die WordPress quasi voreingestellt mitbringt, kann man auch zu einem solchen Ergebnis kommen, das mir fast besser gefällt als im Text hervorgehobene Sätze:

Durch blockquote hervorgehobener Text wirkt besser, als ein Satz im Text, der "twitterbar" gemacht wird.  
 

Eure Meinung ist gefragt!

Und jetzt interessiert mich eure Meinung: Wie findet ihr die Möglichkeit, ausgewählte Textteile zum Twittern hervorzuheben? Würdet ihr es selbst nutzen, also einen vorausgewählten Textteil twittern? Oder macht ihr das lieber mit Copy & Paste? Oder twittert ihr sowieso immer nur die Überschrift eines Artikels? Ich bin gespannt auf eure Sicht der Dinge.

Vorsicht, NSA liest mit! Ein Kommentar zu PRISM

Nachdem bekannt wurde, dass der US-Geheimdienst NSA wohl Zugriff auf Daten von großen Internet-Konzernen wie Google, Facebook und Apple hat (PRISM), hört man an vielen Stellen im Internet relativierendes: Angefangen bei "na, das hätte einem ja schon lange klar sein können" über "das habe ich schon immer geahnt", bis hin zu "man muss ja Facebook und Google nicht nutzen". Auch Politiker kommen mit ähnlichen Aussagen, sinngemäß hört man da beispielsweise, man könne ja den Anbieter wechseln und einen nutzen, der in Europa sitze.

Abgesehen davon, dass es meist keine "Mainstream"-Alternative zu den genutzten Diensten gibt, ist das richtig - trifft aber den Kern der Sache nicht.

Die Datenschutzerklärungen der Websites, der Hinweis auf den Umgang mit Daten, den die Electronic Frontier Foundation erst neulich untersucht hat - stimmt das alles etwa nicht? Was ist mit Bürgerrechten? Wie es Falk Steiner für den Deutschlandfunk so treffend kommentiert hat:

"Zur Freiheit gehört, dass man nicht davon ausgehen muss, anlasslos überwacht zu werden - schon gar nicht vom Staat."

Wir tolerieren vieles im Internet - eigentlich schon viel zu viel. Selbst dass Konzerne wie Google oder Yahoo unsere Mails scannen, um passende Werbung schalten zu können, nehmen wir hin, statt auf eigenen (oder gemieteten) Servern unsere eigenen Herren zu sein. Aber eine Regierung, die mithört und mitliest, das geht dann doch zu weit. Wo bleibt da die Unschuldsvermutung? Der Aufschrei, der in den USA durch die sozialen Netzwerke geht, ist groß, doch bis zum "Otto-Normal-Internetnutzer" in Deutschland ist das Thema noch nicht durchgedrungen, glaube ich.

Die oft gehörte Einstellung "Ich habe doch nichts zu verbergen" ist dabei nicht hilfreich. Gerade im Smartphone-Zeitalter teilt man unwissentlich viel mehr Daten mit, als einem bewusst ist. Daten, mit denen man beispielsweise Bewegungsprofile erstellen kann. Wenn dazu noch der Zugriff auf die E-Mails kommt, die Daten, mit wem man wann telefoniert oder gechattet hat, dann ergibt sich schnell ein rundes Bild. Ein Bild, das selbst die meisten Freunde nicht von einem haben dürften. Und das ein Staat nicht haben sollte - erst recht nicht, wenn er die Daten klammheimlich, unter dem Deckmantel der "Terrorismusbekämpfung" sammelt.

Bild: Streetart Photographie (Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Der "Social-Media-Redakteur" wird sich ändern – nicht sterben

Bei BuzzFeed ruft Rob Fishman den Tod des Berufsbildes Social Media Editor aus. Der Grund: Redakteure und Reporter würden heute selbst Social Media machen, mitdenken, wenn eine Geschichte vergeben wird, soziale Medien nutzen, um eine Geschichte zu recherchieren und so weiter. Man brauche keinen Social-Media-Redakteur mehr, weil die Aufgaben sich quasi von alleine im Newsroom verteilen.

So weit, so nachvollziehbar - zumindest für die USA. In Deutschland wird das - bei allem, was ich so mitbekomme - noch eine Weile dauern, bis auch Kollegen, die nicht für Social Media zuständig sind, an die sozialen Medien und die Nutzer dort denken. Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber ich behaupte, die Regel ist, dass Social Media im Regelfall momentan noch am Ende der Produktionskette steht, nach dem Motto "Wir haben hier eine spannende Geschichte online gestellt - wäre das nicht auch was für Facebook?". Das mag wird und muss sich in den nächsten Jahren ändern, da bin ich mir sicher. Und dann ist auch der Zeitpunkt gekommen, an dem Rob Fishman momentan steht und den Tod des Social-Media-Redakteurs ausruft.

Wer kümmert sich um das große Ganze?

Aber wie geht es dann weiter, ohne Social-Media-Redakteur? Wenn jeder für sich Social Media macht, wer kümmert sich um das "große Ganze"? Die Weiterentwicklungen? Die Strategie? Bei wem laufen die Fäden zusammen? Genau diese Fragen beantwortet Adam Schweigert in seiner Replik auf den BuzzFeed-Artikel - und zwar ähnlich, wie ich sie auch beantwortet hätte: Der Beruf des Social-Media-Redakteurs ist nicht tot - er geht nur durch eine schwierige Phase. Und muss sich ändern, an die neuen Bedingungen anpassen.

Ich glaube: In Zukunft wird der Social Media Editor mehr zum Social Media Manager und kümmert sich beispielsweise um die übergreifende Social-Media-Strategie, um die Weiterentwicklung der eigenen Accounts in den sozialen Netzwerken. Er wird mehr Zeit haben, Trends zu erkennen und auszuprobieren, ob sie für das eigene Medienhaus interessant sind, um sie dann in die bestehende Strategie einzuarbeiten.

Und dann wäre da natürlich noch ein nicht zu unterschätzender Punkt: alle Mitarbeiter, die sich selbst beruflich in Social Media bewegen, müssen organisiert werden, sie brauchen eine Anlaufstelle und müssen auch über eine neue Strategie oder neue Trends und Tools auf den neuesten Stand gebracht werden. Das sind die Aufgaben, die ein Social-Media-Redakteur vermehrt haben wird, wenn es einmal soweit ist, dass seine Kollegen in der Redaktion selbst professionell Social Media nutzen.

Bild: Jason A. Howie (Lizenz: CC BY 2.0)

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