Schlagwort: Gedanken (Seite 1 von 60)

Was lange währt…

... wird endlich gut. Beziehungsweise in diesem Fall: wird endlich gemacht. Und darum gehts:

Eigentlich wollte ich schon lange meine Kreuzchen auf den Wahlscheinen zur Bundestags- und Hessenwahl gemacht haben. Seit Wochen liegen die Briefwahlunterlagen auf meinem Schreibtisch, doch ich konnte mich absolut nicht entscheiden, was bzw. wen ich ankreuzen möchte. Ganz ehrlich: Noch nie ist mir die Entscheidung so schwer gefallen wie bei dieser Wahl bzw. diesen Wahlen.

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Vorsicht, NSA liest mit! Ein Kommentar zu PRISM

Nachdem bekannt wurde, dass der US-Geheimdienst NSA wohl Zugriff auf Daten von großen Internet-Konzernen wie Google, Facebook und Apple hat (PRISM), hört man an vielen Stellen im Internet relativierendes: Angefangen bei "na, das hätte einem ja schon lange klar sein können" über "das habe ich schon immer geahnt", bis hin zu "man muss ja Facebook und Google nicht nutzen". Auch Politiker kommen mit ähnlichen Aussagen, sinngemäß hört man da beispielsweise, man könne ja den Anbieter wechseln und einen nutzen, der in Europa sitze.

Abgesehen davon, dass es meist keine "Mainstream"-Alternative zu den genutzten Diensten gibt, ist das richtig - trifft aber den Kern der Sache nicht.

Die Datenschutzerklärungen der Websites, der Hinweis auf den Umgang mit Daten, den die Electronic Frontier Foundation erst neulich untersucht hat - stimmt das alles etwa nicht? Was ist mit Bürgerrechten? Wie es Falk Steiner für den Deutschlandfunk so treffend kommentiert hat:

"Zur Freiheit gehört, dass man nicht davon ausgehen muss, anlasslos überwacht zu werden - schon gar nicht vom Staat."

Wir tolerieren vieles im Internet - eigentlich schon viel zu viel. Selbst dass Konzerne wie Google oder Yahoo unsere Mails scannen, um passende Werbung schalten zu können, nehmen wir hin, statt auf eigenen (oder gemieteten) Servern unsere eigenen Herren zu sein. Aber eine Regierung, die mithört und mitliest, das geht dann doch zu weit. Wo bleibt da die Unschuldsvermutung? Der Aufschrei, der in den USA durch die sozialen Netzwerke geht, ist groß, doch bis zum "Otto-Normal-Internetnutzer" in Deutschland ist das Thema noch nicht durchgedrungen, glaube ich.

Die oft gehörte Einstellung "Ich habe doch nichts zu verbergen" ist dabei nicht hilfreich. Gerade im Smartphone-Zeitalter teilt man unwissentlich viel mehr Daten mit, als einem bewusst ist. Daten, mit denen man beispielsweise Bewegungsprofile erstellen kann. Wenn dazu noch der Zugriff auf die E-Mails kommt, die Daten, mit wem man wann telefoniert oder gechattet hat, dann ergibt sich schnell ein rundes Bild. Ein Bild, das selbst die meisten Freunde nicht von einem haben dürften. Und das ein Staat nicht haben sollte - erst recht nicht, wenn er die Daten klammheimlich, unter dem Deckmantel der "Terrorismusbekämpfung" sammelt.

Bild: Streetart Photographie (Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Missverständlich.

Wenn man sich nicht gut mit Facebook auskennt, kann es dort sehr schnell zu Missverständnissen kommen. Vor ein paar Tagen habe ich das erst wieder in meiner Timeline erlebt. Da passierte folgendes:

fb-missverstaendnis

Geteilt wurde etwas, das eine andere Person auf Facebook gepostet hatte. Ich finde: man sieht ganz deutlich, dass hier der Beitrag einer anderen Person geteilt wurde. Sollte man das nicht erkennen und wirklich Interesse an dem Inhalt haben, muss man auf den Link klicken und bekommt dort angezeigt, wer den Inhalt ursprünglich erstellt hat. Thema erledigt. Aber man kann das offensichtlich auch alles ganz anders verstehen.

Ich plädiere in solchen Fällen ja gerne für ein Medienkompetenz-Training (oder in diesem Fall: Facebook-Kompetenz-Training). Aber gut, man kann nicht alles haben.

Bild: Andreas Schwab, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Nicht Medienkrise – menschliche Schicksale!

Gerade habe ich noch in diesem Blog gelesen, was eine Journalistin der Westfälischen Rundschau zur Einstellung der Zeitung schreibt, wie sie versucht, durch therapeutisches Schreiben zu verarbeiten, was geschehen ist. Wie sie ihren Arbeitsplatz räumt, alles in eine Kiste packt oder morgens den Wecker stellt, um eine Routine aufrecht zu erhalten. Wie sie mit den Gedanken kämpft, was die Zukunft bringt und versucht, ihrem 12-jährigen Sohn trotz allem einen schönen Geburtstag auszurichten. Leider wurde das Blog gerade auf "privat" umgestellt und ist nicht mehr erreichbar.

Das finde ich sehr schade, denn es könnte all denen, die nur von "Medienwandel" und "Zeitungskrise" sprechen zeigen, dass das Aus der FTD und WR und die Insolvenzanmeldung der FR mehr ist als "Medienwandel" und "Zeitungskrise".

Hier gehen nicht nur Traditionshäuser in die Knie - hier verlieren Menschen ihre Existenz. Und zwar mehr Menschen als in den Artikeln immer wieder beiläufig genannt werden, denn erfahrungsgemäß beschäftigen Zeitungen viele freie Mitarbeiter, die nicht darauf hoffen können, eine Abfindung, Insolvenzgeld oder später Arbeitslosengeld zu bekommen. Und selbst wenn man sich als Festangestellter zumindest auf das Arbeitslosengeld verlassen kann: der Arbeitsmarkt für Journalisten sieht nicht gerade rosig aus.

Jeder Artikel, in dem es nur um "Medienwandel" und "Zeitungskrise" geht, aber nicht um die Schicksale der Mitarbeiter, ist ein Hohn für die Betroffenen, ein Schlag ins Gesicht. Und glaubt mir: den können sie, den können wir gerade nicht gebrauchen. Es ist schon schlimm genug.

Zum Thema empfehle ich auch diesen Artikel auf ruhrbarone.de und diesen Text im JakBlog. Und Kollegin Monika hat das Blog auch entdeckt.

Lasst uns das Web zurückerobern!

Johnny Haeusler (Spreeblick) will 2013 das Web zurückerobern. Er schreibt:

Heutzutage vergraben wir unsere kurzen Gedanken und Links in der Twitter-Wüste, unauffindbar nach nur wenigen Tagen. Wir posten längere Artikel bei G+ und können nur hoffen, dass Google den Dienst nicht irgendwann genauso einstellt wie viele andere Dienste zuvor. Und wenn wir das tolle Video suchen, das neulich jemand auf Facebook geteilt hat, dann sind wir aufgeschmissen, sobald die Facebook-Timeline es verschluckt hat.

In dem Blogeintrag beschreibt er weiter etwas, worüber ich mich vor knapp eineinhalb Jahren auch schon geärgert habe: Diskussionen werden auf allen möglichen Plattformen geführt, nur nicht im Blog. Weiterlesen

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Nach dieser Meldung fällt es mir schwer, dem heutigen Tag etwas Gutes abzugewinnen. Einzig die vielen positiven Reaktionen auf Facebook und Twitter trösten mich gerade.

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Sandy in Haiti

Wieder einmal muss ich über den Hurrikan "Sandy" schreiben. Nachdem ich heute in der Redaktion durch eine kurze Agenturmeldung darauf aufmerksam geworden bin, dass durch den Hurrikan nicht nur die USA, sondern unter anderem auch Haiti schlimm getroffen wurde, habe ich mich ein bisschen mit dem Thema beschäftigt. Weiterlesen

Sandy, Sandy, Sandy

Alle Welt redet heute über Hurrikan Sandy (ach was, gestern schon!). Dabei beschleicht mich das Gefühl, dass bei vielen auch Sensationslust mitschwingt - und zwar nicht zu knapp.

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Was bringt 2012?

In vielen Blogs habe ich in den vergangenen Tagen persönliche Jahresrückblicke gelesen. 2011 war rückblickend gesehen ein (beruflich) anstrengendes Jahr für mich: der zweite Umzug innerhalb kürzester Zeit, Arbeitsamt, Businessplan, Steuerberater, Selbstständigkeit und zwei (tolle!) Auftraggeber (all das innerhalb weniger Wochen), dann der Job auf den ich immer gehofft hatte (er hat etwas auf sich warten lassen, aber wie heißt es so schön: gut Ding will Weile haben).

2011 war nicht schlecht, nur wahnsinnig schnell, kurvenreich und anstrengend. 2012 wird besser - deshalb wage ich lieber einen Ausblick statt einen ausführlichen Blick zurück:

Es warten auf mich mindestens drei Konzerte, auf die ich mich schon sehr lange freue: Alex Band (das Dritte Konzert innerhalb von nicht einmal zwei Jahren!), Rea Garvey und Bryan Adams (seit meinem ersten Konzert im vergangenen Jahr bin ich infiziert...). Womit mal wieder bestätigt wäre, dass ich fast nur Musik von Männern höre...

Kleinere Ausflüge und größere Reisen sind gerade in der Planungsphase - fehlt nur noch die Genehmigung der Urlaubstage. Dann geht es 2012 nach München (zum ersten Mal seit meinem Abschied 2010), nach Berlin (wenn der Urlaub genehmigt wird bin ich auch dieses Jahr wieder bei unserem "Klassentreffen", der re:publica dabei) und im Herbst hoffentlich in die USA (Verwandtschaftsbesuch und die Ostküste - was ich schon seit gefühlten Ewigkeiten machen wollte).

Auch beruflich bleibt es weiter spannend: ich freue mich auf viel Neues, das ich jeden Tag lerne und auf die vielen unterschiedlichen Aufgaben und Aspekte, die die Arbeit mit sich bringt. Und ganz besonders freue ich mich, immer mal wieder an den Ausgaben für die tolle Tablet-App mitwirken zu dürfen.

Was mich sonst noch erwartet im neuen Jahr? Ich weiß es nicht, aber ich lasse mich gerne überraschen. Etwas weniger Tempo als 2011 wäre allerdings ganz nett.

Nur einen Monat zu früh

Es ist vielleicht etwas ungewöhnlich, jetzt schon über Weihnachten zu schreiben - zumal ich ja eigentlich Weihnachten nie mochte. Dieses Jahr habe ich allerdings das Gefühl, dass es dieses Mal anders sein könnte. Ich freue mich nämlich jetzt schon darauf, dass ich zum ersten Mal in einer Wohnung wohne, in der ich Platz für einen Christbaum habe und in der es sich auch lohnt, weil ich über Weihnachten dort bin. Ich freue mich darauf, Weihnachtsschmuck zu kaufen, den ich jahrelang gemieden habe und ich habe sogar Lust, Plätzchen zu backen.

Genau genommen bin ich damit ja auch nur einen guten Monat zu früh - das alles ist also halb so wild ;-)

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