Wie man sich im Internet vor Überwachung schützen kann

Bild: Andreas Schwab, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Google, Facebook, Microsoft und Apple stehen auf der Liste der Firmen, auf deren Daten die NSA Zugriff haben soll. Ausgerechnet die Dienste, die am weitesten verbreitet sind, sind im Visier des US-Geheimdiensts NSA. Wie kann man sich und seine Daten schützen? Das fragen sich viele Internetnutzer. Da hilft eigentlich nur eines: das Konto bei Facebook löschen, das iPhone durch ein anderes Gerät ersetzen und auch Microsoft den Rücken kehren.

Eine Website, deren Betreiber die Electronic Frontier Foundation (EFF) (eine Nichtregierungsorganisation, die sich mit den Bürgerrechten im Cyberspace beschäftigt) unterstützt, stellt auf der Website prism-break.org freie Alternativen zu proprietärer Software vor. Statt der Betriebssysteme von Microsoft oder Apple empfiehlt die Website die Nutzung von Linux oder Debian. Bei den Webbrowsern bekommt beispielsweise Mozilla Firefox den Vorzug vor Apples Safari, Microsofts Internet Explorer oder Google Chrome.

Als Ersatz für die in Deutschland übermächtige Suchmaschine Google empfehlen die Website-Betreiber unter anderem Duckduckgo, eine Internetsuche, die keine Daten speichert.
Auch die E-Mail-Kommunikation ist betroffen. Statt über Anbieter wie GMail oder Yahoo private Nachrichten zu verschicken, empfiehlt die Website Bitmessage und Riseup und Mozilla Thunderbird als E-Mail-Programm.

Schwieriger wird es beim Thema sozuliale Netzwerke. Als Alternative zu Facebook empfiehlt die Website unter anderem Diaspora - doch was ist ein soziales Netzwerk ohne die Freunde? Während der Wechsel bei vielen Diensten unabhängig von anderen stattfinden kann, ist das bei sozialen Netzwerken schwierig - schließlich basiert der Erfolg von Facebook und Co. auch darauf, dass die Nutzerbasis mittlerweile riesig ist und man dort problemlos alte Bekannte und neue Freunde finden kann. Es ist also leider nicht ganz leicht, seine Daten besser abzusichern, wenn man auf nichts verzichten will.

[Edit: der Artikel wurde leicht überarbeitet, da die Website nicht von der EFF selbst betrieben wird, sondern von Unterstützern der Organisation]

Bild: Andreas Schwab, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Tanja Banner

Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin und Bloggerin mit Interesse an Social Media, Astronomie und Raumfahrt. Bücherwurm. Fan des FC Bayern. Pendlerin. Online-Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau.

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