Das National Air and Space Museum in Washington D.C. ist toll - besonders die Kuratorenführungen kann ich empfehlen, bei der Experten durch Teile der Ausstellung führen und viele spannende Dinge erzählen. Was mich etwas verwundert hat: nicht nur, dass das Prunkstück des Air and Space Museums, das Space Shuttle Discovery weit außerhalb der Stadt gezeigt wird (okay, die Discovery ist ziemlich groß, das kann ich noch verstehen...) - im Museum selbst wird nicht einmal darauf hingewiesen.

Bei der Führung, an der ich im Air and Space Museum teilgenommen habe, ging es u.a. um das Voyager-Programm. Die Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2 (das Bild zeigt ein Modell der Sonden) sind seit dem Jahr 1977 im All unterwegs und senden heute noch Daten. Die beiden Sonden bewegen sich mittlerweile stark auf den Rand des Sonnensystems zu und sind die am weitesten von der Erde entfernten von Menschen gebauten Objekte - da kann nicht einmal Curiosity mithalten (und der Mars ist schon sehr weit weg!).

Während das National Air and Space Museum zentral auf der National Mall in Washington D.C. liegt, versteckt es ein Prunkstück seiner Ausstellung wie schon erwähnt außerhalb der Stadt, in Chantilly, Virginia, im Steven F. Udvar-Hazy Center. Seit 2003 werden dort u.a. Flugzeuge ausgestellt - seit einigen Monaten ist dort auch das Space Shuttle Discovery zu sehen. Die Discovery hat nach 27 Jahren im Einsatz dort ihre Ruhestätte gefunden. Hier ein Video das zeigt, wie das Space Shuttle Discovery von Florida nach Virginia gekommen ist:

 

 

Was ich erst im Steven F. Udvar-Hazy Center gelernt habe: Die Discovery ist wahrscheinlich das geschichtsträchtigste aller Space Shuttles: sie hat nicht nur das Weltraumteleskop Hubble 1990 ins All transportiert, sondern war auch das erste Shuttle, das nach den Unglücken der Columbia und Challenger wieder abheben durfte. Mit ca. 230 Millionen zurückgelegten Kilometern ist das Space Shuttle Discovery die am weitesten gereiste Raumfähre der Shuttle-Flotte. Und steht einfach so in diesem Hangar irgendwo in Virginia. Ich muss sagen, dieser Anblick war sehr eindrucksvoll.

Ganz so groß habe ich mir das Shuttle nicht vorgestellt. Beeindruckend auch der Größenvergleich mit einem Modell des Canadarm2, der direkt neben der Discovery ausgestellt war. Das Shuttle ist deutlich länger - das mag logisch klingen, hat mich aber irgendwie doch überrascht... (hier ein schönes Bild vom Canadarm2 im Einsatz). Aber genug der Worte, es folgen ein paar meiner Bilder:

Tanja Banner

Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin und Bloggerin mit Interesse an Social Media, Astronomie und Raumfahrt. Bücherwurm. Fan des FC Bayern. Pendlerin. Online-Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau.

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