Vor langer, langer Zeit

Vor langer, langer Zeit (in der 7. oder 8. Klasse) wurde in Erdkunde über die verschiedenen Weltbilder der Vergangenheit gesprochen. Ich weiß noch, wie fasziniert ich davon war. Und selbst heute finde ich das noch spannend, obwohl ich mittlerweile viel mehr weiß und mir gar nicht mehr vorstellen kann, dass es jemals Menschen gab, die dachten, die Erde sei der Mittelpunkt der Welt und alles drehe sich um sie (geozentrisches oder ptolemäisches Weltbild).

Das heliozentrische (oder kopernikanische) Weltbild sagt dagegen etwas, was heute noch halbwegs stimmt: Nicht die Erde ist im Mittelpunkt, sondern die Sonne. Und alles dreht sich um die Sonne. Heute weiß man zwar, dass unser Sonnensystem nur ein winziger Teil des Universums ist. Aber immerhin bewegen sich die neun acht Planeten um die Sonne. Und damit ist die Annahme des heliozentrischen Weltbilds auf jeden Fall näher an der Wahrheit als es das geozentrische Weltbild jemals war.

Tanja Banner

Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin und Bloggerin mit Interesse an Social Media, Astronomie und Raumfahrt. Bücherwurm. Fan des FC Bayern. Pendlerin. Online-Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau.

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15 Kommentare

  1. Es gab damals ja auch noch das System von Tycho de Brahe: die Erde ist im Mittelpunkt, Mond und Sonne kreisen um die Erde und die anderen Planeten um die Sonne.

    Das beschreibt das Sonnensystem im Prinzip genauso gut wie das Arrangement von Kopernikus …

  2. Tycho de Brahe sagt mir etwas, aber dass er auch ein solches System entwickelt hat, wusste ich bisher nicht…

  3. Sein System hat sich damals auch auch nicht sehr weit verbreitet — Kepler zum Beispiel (der einer von Tychos „Schülern“ war) hat zum Beispiel das System auch nicht weiter verfolgt.

  4. Ok, dann muss ich das wohl auch nicht kennen. ;-) Aber trotzdem danke für die Aufklärung.

  5. Manchmal, wenn man dann so herauszoomt, frage ich mich, warum sich denn das Universum dreht. Und dann merke ich, dass ich wieder bei dieser Mutter aller Metafragen bin („was ist dahinter?“) und stelle resigniert fest, dass das doch irgendwie langweilig ist.
    Naja. :)

  6. Die „Mutter aller Metafragen“? *grins* Aber manchmal sind solche Ãœberlegungen doch auch ganz interessant – solange man sich nicht ständig Gedanken darüber macht ;-)

  7. „frage ich mich, warum sich denn das Universum dreht“
    Ist das so? Das Universum? Nicht nur das, was darin ist?

  8. Wusstest du nicht, dass sich das Universum um die Erde dreht? ;-)

  9. Achsooo… ;-)

  10. Siehste, wieder etwas gelernt ;-)

  11. Es muss natürlich „worum“ heißen.

    Das Universum hat ein Drehmoment. Es müsste schon ziemlich perfekt sein, wenn das nicht auch nach Außen wirkte ;).

  12. Hmm ein Drehmoment, das nach außen wirkt? Dann brauchst du irgeneinen Hebel, der am Universum angreift ;-)

  13. …aber Drehimpuls geht auch ohne Hebel :-)

  14. Schon, aber nicht Drehmoment! Denn der Drehimpuls ist erhalten in einem abgeschlossenen System (z.B. Universum ;-) ), also ist dL/dt=M=0. ;-)

  15. Ja :-)
    Der Ursprungskommentar las sich wie eine Verwechselung von momentum und Moment.

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