Digitale Notizen

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Wahlbenachrichtigung

Ich bin die Einzige in meiner Umgebung, die schon (seit Tagen) ihre Wahlbenachrichtigung für September bekommen hat. Seltsam... Meine Gemeinde scheint davon überzeugt zu sein, dass es auf jeden Fall zur Neuwahl kommt. Die Anderen scheinen sich noch nicht ganz sicher zu sein ;-)

Nazi-Klingeltöne?

Heute am Bahnhof: Ich warte gemütlich auf meinen Zug, bis hinter mir drei oder vier obercoole Jungs (maximal 15 Jahre) auftauchen. Einer von ihnen kramt sein Handy heraus und präsentiert seinen neuesten Klingelton: Das Goebbels-Zitat "Wollt ihr den totalen Krieg?", unterlegt mit Handy-Gedudel. Anschließend hört man eine eine Menschenmenge, die begeistert "Heil!" schreit.

Die Jugendlichen fanden das soooo cool, dass sie es bestimmt fünf oder sechs Mal haben laufen lassen und es jedes Mal toller fanden. Während ich mit jedem Mal entsetzter wurde. Auf der Heimfahrt habe ich mir dann Gedanken gemacht, was man mit diesen Jungs machen sollte:

1. Zwei Wochen Hardcore-Geschichtsunterricht mit dem Hauptthema "Drittes Reich und Hitler - warum das Alles schlecht war und hoffentlich nie wieder kommt"
2. Einen "Filmabend" mit sämtlichen nachdenklichmachenden Filmen, die von dieser Zeit handeln. Allen voran natürlich "Schindlers Liste" und "Der Stellvertreter".
3. Eine Diskussionsrunde mit KZ-Überlebenden

Und danach sollen sie mir erklären, was sie an diesem "Klingelton" soooo toll fanden...

Russell Crowe singt?

Vielleicht ist es auch ein anderer Russell Crowe (also nicht der Schauspieler), bei Amazon finde ich auf jeden Fall nichts darüber und auch das Album ("My Hand, My Heart") scheint es nur im ITMS zu geben. Klingt aber echt gut, egal wer es denn jetzt singt ;-)

Neid

Ganz ehrlich: Ich beneide meine Schwester darum, dass sie im September noch nicht wählen darf.

Schreckliche Homepages

In letzter Zeit stolpere ich ständig über verdammt schlecht gemachte Homepages von kleinen Unternehmen und Ortsvereinen. Und wenn ich schlecht schreibe, dann meine ich RICHTIG SCHLECHT. Zum Übelwerden schlecht.
Diese Seiten sind dann meistens mit einer uralten Frontpage-Version programmiert und bestehen jeweils aus mindestens 20 Frames. Außerdem ist die Hälfte der Seiten zwar schon verlinkt aber noch "under construction", bzw. einfach leer.

Die Homepage des Orchesters, in dem ich mitspiele, ist auch so ein Kandidat. Aber wenigstens in diesem Fall habe ich die Hoffnung, dass sich bald etwas ändern könnte: Unser alter Webmaster ist abgesprungen und ich werde die Aufgabe übernehmen. Noch sind ein paar Dinge zu klären, aber wahrscheinlich kommt es zu einer kompletten Neugestaltung des Webauftritts. Dann kann man die Seite wenigstens wieder anschauen, ohne davon aggressiv oder depressiv zu werden. Und zumindest mir wird die Seite dann gefallen - schließlich werde ich sie gestalten. :-)

Der WJT und die Medien

Der Weltjugendtag 2000 in Rom war ein (Glaubens-)Fest der Superlative. Die Zahlen habe ich nicht mehr im Kopf, ich weiß nur noch, dass sie beeindruckend waren und sämtliche römischen Rekorde gebrochen haben. Außerdem war es der 15. Weltjugendtag, der zufällig im "Heiligen Jahr" 2000 in der "Heiligen Stadt" Rom stattfand.
Und obwohl der Giornata Mondiale della Gioventù 2000 (oder GMG 2000) genau wie dieses Jahr mitten ins mediale Sommerloch fiel, haben sich die Medien (vor allem die Deutschen) kein bisschen dafür interessiert. Und das, obwohl 120.000 Deutsche (ich meine, mich an diese Zahl erinnern zu können...) nach Rom gepilgert sind. Wir hätten uns damals etwas mehr Medienpräsenz gewünscht - vor allem, weil die Daheimgebliebenen so einen Eindruck von unseren Erlebnissen bekommen hätten. Aber nein, kein Fernsehsender und auch kaum eine Zeitung hat den GMG auch nur eines Blickes gewürdigt. Auch der darauffolgende Weltjugendtag 2002 in Toronto hat sehr wenig mediale Aufmerksamkeit genossen - bis zu dem Moment, in dem verkündet wurde, dass der nächste WJT in Deutschland stattfinden wird. In diesem Augenblick tauchte der Weltjugendtag plötzlich am Horizont der Medien auf.
Wie das in Deutschland nun einmal so üblich ist, wurde alles bis in letzte Detail vorbereitet (ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Rom ein ähnliches Pressezentrum gegeben hat...). Als dann Johannes Paul II. starb und kurz danach ein Deutscher zum Papst gewählt wurde, begann der Hype um den WJT. "Weltjugendtag in Köln" hier, "Papst in Deutschland" dort - egal, welchen TV-Sender man einschaltet oder welche Zeitung man in die Hand nimmt. Überall herrscht der Papst.

Ist Deutschland einfach gläubiger geworden? Spielt Religion heute eine größere Rolle als noch vor fünf Jahren? Oder ist es einfach nur typisch deutsch, dass über ein regelmäßig stattfindendes Ereignis nur dann berichtet wird, wenn es entweder in Deutschland stattfindet oder ein Deutscher die "Hauptrolle" spielt? Ich tippe auf letzteres...

Weltjugendtag

Eigentlich wollte ich (nach meinen positiven Erfahrungen beim Weltjugendtag 2000 in Rom) zum Weltjugendtag nach Köln fahren. Da mir dabei meine Urlaubsplanung in die Quere kommt, geht das leider doch nicht. Mittlerweile habe ich mich abgefunden und tröste mich mit dem Livestream auf www.weltjugendtag.tv. Die Sache scheint gut organisiert zu sein und macht einen guten Eindruck auf mich. Ich bin gespannt, ob der WJT in Köln genau so begeistert begangen wird, wie damals in Rom...

[Edit 17:08 Uhr] Bis eben schien der Livestream und auch die Opening Mass gut: Gute Bildqualität und ein modernes Musikprogramm bei der Messe. Jetzt ist leider der Server zusammengebrochen. Toll!

[Edit 17:12 Uhr] Jetzt gehts wieder. Und gerade habe ich gelesen, dass der WJT 2008 wahrscheinlich in Australien stattfindet (auch wenn das nächste Gastgeberland offiziell erst in der Abschlussveranstaltung verkündet wird)...

[Edit 17:24 Uhr] Und da soll nochmal jemand sagen, die deutsche Blogosphäre würde hinterherhinken und Blogs wären relativ unbekannt: Es gibt mittlerweile sogar ein Weltjugendtags-Blog!
Und übrigens bloggt auch Andi von seinen Erlebnissen als Volunteer in Düsseldorf.

Wahlkampf

Wahlkampf hier, Wahlkampf dort. Nicht einmal im Ausland hat man seine Ruhe davor. Langsam kann ich es nicht mehr hören/sehen. Jeder verspricht den potentiellen Wählern das Blaue vom Himmel herunter und macht die jeweilige "Gegner"-Partei schlecht. Ist nur die Frage, was nach der Wahl davon umgesetzt wird. Doch ganz bestimmt nicht das, was vorher groß angekündigt wurde. Und die Parteien, die in der Opposition gelandet sind, übernehmen die Rolle, die ihnen zugedacht wurde: Die Entscheidungen der Regierung kritisieren schlecht machen, auch wenn sie vielleicht nicht so schlecht waren. Schließlich ist in vier Jahren wieder Wahl.

Und weil ich davon einfach nur noch genervt bin, schlage ich vor, dass wir JETZT SOFORT wählen. Dann müsste man wenigstens nicht mehr jeden Tag die aufgebauschten (Sommerloch-)Schlagzeilen über irgendwelche mehr oder weniger interessanten Politikeraussagen ertragen und es würde vielleicht schneller etwas bewegt werden. Vorausgesetzt, die richtigen Parteien bekommen wieder die Mehrheit der Stimmen.

Milano

Ein halber Tag in Milano hat mir ehrlicherweise voll und ganz gereicht. Sehenswertes gibt es einiges, aber das ist alles relativ schnell erledigt. Die Stadt ist zwar schön, kann sich aber beim besten Willen nicht mit Rom messen.

Da man das Meiste zu Mailand sowieso in Reiseführern nachlesen kann und ich nicht das Selbe schreiben will, nur ein paar Bilder und wenige Tipps von mir:

Das Castello Sforzesco ist ein mittelalterliches Schloss, mitten in Mailand.
Die Galleria Vittorio Emanuele II. lädt wegen ihrer teuren Einkaufsmöglichkeiten weniger zum Einkaufen als zum Flanieren ein.
Der gotische Mailänder Dom lädt dazu ein, das Dach zu besteigen und einen fantastischen Blick auf die Stadt zu genießen.
Blick vom Dach des Mailänder Doms auf die Galleria Vittorio Emanuele II. und einen Teil des Doms.

Geheimtipp!
Der Besuch des Cimitro Monumentale (Friedhof der Monumente) in der Nähe des Mailänder Garibaldi-Bahnhofs lohnt sich. Dort wurden (und werden) die reichsten und bekanntesten Mailänder in beeindruckenden Grabstätten beigesetzt. Eine Besonderheit des Friedhofs: Hier werden Juden und Christen gemeinsam beerdigt.

Dieser Beitrag ist mit Hilfe des Wikipedia-Eintrags "Milano", der Website Milano24ore und meinen eigenen Erfahrungen entstanden. Die Bilder unterliegen meinem (c).

Lago di Como

Der 146 km2 große Lago di Como gehört zu den Oberitalienischen Seen (wie z.B. auch Lago di Lugano, Lago di Garda und Lago Maggiore) und hat die Form eines umgekehrten "Y". Das Klima ist mild, weshalb jährlich viele Touristen angelockt werden. Die tolle Umgebung reizt auch Hollywoodstars wie George Clooney, der dort mittlerweile drei Häuser besitzt.. Interessant sind vor allem die größeren Städte in der Umgebung des Sees: Lecco, Como und Colico.

Aber auch Bellagio ist einen Ausflug wert. Das kleine Dorf befindet sich an der Stelle, wo sich die beiden Arme des Comer Sees vereinen und hat das typisch italienische Flair: viele kleine enge Gässchen mit kleinen Läden. Und obwohl Touristen den idyllischen Ort mittlerweile nahezu überschwemmen ist Bellagio sich treu geblieben: Es gibt kaum Souvenirs und die mittägliche Siesta ist heilig.

In Bellagio kann man stundenlang durch schmale Gassen flanieren.

Auch Lecco sollte man auf jeden Fall besuchen: Dort gibt es die größte und schönste Fußgängerzone am Comer See. Zwar sucht man auch dort vergebens nach Souvenirläden und Pizzerien, aber gerade das kann den Reiz von Lecco ausmachen. Mittwochs ist übrigens Markttag in Lecco - vor allem das frische Obst ist dort empfehlenswert. Für einen atemberaubenden Blick auf Lecco und Umgebung kann man mit der Zahnradbahn in den höher gelegenen Stadtteil Malgrate hinauffahren.

Colico liegt am nördlichen Ende des Comer Sees, am Rande des Monte Legnone. Es ist ein bedeutendes Schifffahrts- und Fremdenverkehrszentrum mit guten Möglichkeiten zur Ausübung von Wasser- und Bergsportarten. Außerdem ist Colico schon immer eine wichtige Verbindungsstelle zu den naheliegenden Alpenregionen.

Colico am nördlichen Ende des Sees ist umgeben von Bergen.

Dieser Beitrag ist mit Hilfe des Wikipedia-Eintrags "Lago di Como", der Website Comersee-Info und meinen eigenen Erfahrungen entstanden. Die Bilder unterliegen meinem (c).

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