Schlagwort: Raumfahrt (Seite 1 von 5)

Wow, SpaceX!

Auch auf die Gefahr hin, dass dieses Blog vorübergehend zu einem SpaceX-Fanblog mutiert, muss ich noch einmal über den Start der "Falcon Heavy" schreiben. Denn mittlerweile hat er tatsächlich stattgefunden - und hat auch größtenteils geklappt. Ich jedenfalls bin auch einen knappen Tag später noch äußerst beeindruckt ob der Leistung. Nicht nur, dass die Rakete scheinbar problemlos (und mit ordentlich Qualm) gestartet ist - SpaceX hat es auch noch geschafft, die beiden seitlichen Booster wieder synchron und nebeneinander landen zu lassen. Das war ein Anblick für die Geschichtsbücher, wenn ihr mich fragt. Und nicht der olle Tesla, der jetzt mit einem Dummy im SpaceX-Weltraumanzug durchs All treibt.

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Bald geht’s los: der lang erwartete Jungfernflug der „Falcon Heavy“

Der Startplatz 39A im Kennedy Space Center ist ein geschichtsträchtiger Ort. Hier sind in den 60er und 70er Jahren die Raketen des "Apollo"-Programms abgehoben, die ersten Astronauten brachen von dort zum Mond auf. Auch die Space Shuttles hoben bis zur Einstellung des Programms im Jahr 2011 vom Launch Pad 39A ab. Nach einer Umrüstung ist die Startrampe seit einiger Zeit wieder in Betrieb: Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX startet von dort "Falcon 9"-Raketen, die unter anderem Satelliten ins All transportieren. Nun will SpaceX auf der Startrampe 39A ebenfalls Geschichte schreiben: die neue Trägerrakete "Falcon Heavy" soll von dort aus zu ihrem Jungfernflug starten. Weiterlesen

Elon Musk weiß, wie man Furore macht

Elon Musk - der Kopf hinter Tesla und SpaceX - weiß, wie man immer wieder mit Ankündigungen Furore macht. Zwar ist er auch der Meister der verschobenen Termine (der erste Flug der Schwerlastrakete Falcon Heavy war beispielsweise ursprünglich für das Jahr 2013 angekündigt, jetzt soll er im Januar 2018 stattfinden), doch seine Ankündigungen haben es regelmäßig in sich.

Dieses Mal geht es um die Fracht, die beim Jungfernflug der Falcon Heavy an Bord sein soll. Beim ersten Flug der unbemannten Transportkapsel "Dragon" (die mittlerweile regelmäßig die ISS beliefert) war beispielsweise ein Käselaib an Bord, für den Start der Falcon Heavy wollte Musk das "Verrückteste" mitnehmen, was ihm einfallen würde, sagte er im März. Nun, offenbar soll die Ladung ein paar Hausnummern größer sein als ein Käselaib...

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Die chinesische Raumstation „Tiangong-1“ stürzt ab – die Frage ist nur, wann

Im Jahr 2011 schickte China die Raumstation "Tiangong-1" ins Weltall. Sie sollte ein Schritt Chinas zur großen Raumfahrernation sein. Die Station wurde von Astronauten - darunter die erste chinesische Astronautin - besucht und war Teil verschiedener Missionen. Doch irgendwann kamen die ersten Gerüchte auf: hatte China die Kontrolle über "Tiangong-1" verloren? 2016 bestätigte China nach vielen Spekulationen, dass die Raumstation, deren Name übersetzt "Himmelspalast 1" lautet, tatsächlich außer Kontrolle ist. Zwischen Oktober 2017 und April 2018 erwartet China nun den Absturz der Raumstation, wie das Land den Vereinten Nationen mitgeteilt hat.

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Bye, Cassini!

Vergangene Woche hat sich die Raumsonde "Cassini", die seit 2004 um den Planeten Saturn kreiste, für immer verabschiedet. Während ich solche Themen normalerweise beruflich beobachte, habe ich mich dieses Mal nur privat damit beschäftigt - soweit das eben geht, wenn man sich quasi "hauptberuflich" um ein drei Monate altes Kind kümmert.

Offiziell "verabschiedet" von "Cassini" hatte ich mich deshalb schon im April - und habe es mir nicht nehmen lassen, eine Fotostrecke der schönsten Bilder von "Cassini" zusammenzustellen.

Jetzt ist "Cassini" nur noch Staub und Asche - aber die beteiligten Wissenschaftler haben sicher noch viele Daten erhalten, mit denen sie noch viele Jahre arbeiten können.

Buchkritik: „The Martian“ von Andy Weir

Pathfinder (unten) und der Rover Sojourner auf dem Mars. © NASA

Pathfinder (unten) und der Rover Sojourner auf dem Mars. © NASA

Oft passiert es mir nicht, dass ich ein Buch Jahre nach der Veröffentlichung in die Hände bekomme und mich sofort frage, warum ich nicht schon viel früher darauf aufmerksam wurde. Und es passiert mir auch nicht oft, dass ich durch eine Filmankündigung auf ein Buch aufmerksam werde und es dann noch schnell lese, bevor der Film veröffentlicht wird. Beides trifft bei mir auf genau zwei Bücher (bzw. eine Reihe und ein Buch) zu: Die "Herr der Ringe"-Trilogie von J.R.R. Tolkien und "The Martian" von Andy Weir. Um letzteres Buch soll es hier gehen.

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„Hubble“ wird diesen Monat 25 – happy birthday!

Auf manchen Bildern sieht es aus wie eine "Blechdose im All", es ist für ein Stück Technik schon ziemlich alt und liefert trotzdem noch jede Menge neue Erkenntnisse: Das Weltraumteleskop "Hubble", das diesen Monat 25 wird.

Am 24. April 1990 ist "Hubble" an Bord eines Space Shuttles ins All gestartet, einen Tag später wurde es in einer Erdumlaufbahn ausgesetzt und liefert bis heute (zugegeben, die erste Zeit lief es nicht ganz so glatt...) beeindruckende Bilder aus den Tiefen des Universums. Weiterlesen

Rosetta-Mission: ESA goes Science Fiction

Wie bringt man Menschen das näher, was einerseits unglaublich weit weg passiert, andererseits aber mit ihren Steuergeldern finanziert wird? Nach der NASA, die Schauspieler William Shatner über die Mars-Mission von "Curiosity" hat sprechen lassen, versucht jetzt auch die ESA, mit Hilfe eines Videos (Science Fiction!) zu verdeutlichen, worum es bei der "Rosetta"-Mission geht.

Auf mehr als sechs Minuten sinnieren ein Meister und seine Schülerin über die Entstehung der Erde, was dafür notwendig war (Wasser!) und wie wichtig Ambitionen und hochgesteckte Ziele sind. Und tatsächlich: Die Rosetta-Mission ist nichts weiteres, als ein ambitioniertes, äußerst hochgestecktes Ziel. Immerhin soll eine Raumsonde, die jahrelang einem Kometen hinterher gejagt ist und ihn seit einiger Zeit umkreist, nun auch noch einen Lander auf der Oberfläche aussetzen. In gut zwei Wochen soll dieser letzte Schritt vollbracht werden, am 12. November 2014 ist es endlich soweit. Dann wird sich zeigen, ob aus Science Fiction - der Kurzfilm spielt in der Zukunft und geht davon aus, dass die Mission gelingt - Science Fact wird. Ich drücke jedenfalls die Daumen.

ISEE-3 Reboot Project: Ein Erfolg, aber anders, als gedacht

Eigentlich wollte man die ausgemusterte NASA-Raumsonde ISEE-3 zurück in ihren ursprünglichen Orbit bringen und mit den Daten, die sie von dort senden würde, arbeiten. Doch nun ist alles anders: Es hat wohl nicht geklappt, die Sonde dazu zu bewegen, ihre Bahn so zu ändern, dass sie in die alte Flugbahn zurückkehrt.

36 years and more than 30 billion miles have taken its toll on the spacecraft's propulsion system. We have exhausted every option to bring the engines online so as to conduct the correction maneuver required to place it in its planned orbit. Without the pressurant it just won't work.

Doch die Teammitglieder des ISEE-3 Reboot Projects, die sich eines beinahe aussichtslosen Projekts angenommen hatten und weit voran kamen, geben nicht auf: Wenn man die Raumsonde nicht in die gewünschte Bahn lenken kann, muss man eben mit dem Vorlieb nehmen, was möglich ist. Nun soll ISEE-3 am Mond vorbeifliegen und weiter in einem Orbit um die Sonne bleiben. Die Umlaufbahn ist fast identisch zu der der Erde, schreiben die Organisatoren auf ihrer Website.

Wenn ISEE-3 den Mond am 10. August passiert, soll die "ISEE-3 Interplanetary Citizen Science Mission" starten. Was genau dahintersteckt, mit wem man Partnerschaften eingehen will und was weiter passiert, ist noch offen. Doch da das Team sehr offen über Twitter/Facebook kommuniziert, dürfte man bald mehr erfahren von der nach eigenen Angaben ersten

citizen science, crowd funded, crowd sourced, interplanetary space science mission

Ich werde das Projekt auf jeden Fall gespannt weiterverfolgen und empfehle allen, die sich ebenfalls dafür interessieren, folgende Links:

ISEE-3-Rettungsmission: Zuschauer in aller Welt

Vor einiger Zeit habe ich über den Versuch berichtet, die alte Raumsonde ISEE-3 wiederzubeleben (ihr erinnert euch: "Kann man eine Raumsonde via Crowdfunding retten?"). Das Geld für die Rettungsmission ist schon lange eingesammelt, grünes Licht von der NASA gab es auch. Derzeit beobachte ich beinahe täglich auf Twitter (@ISEE3Reboot), wie das Team mit der Raumsonde Kontakt aufnimmt. Weiterlesen

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