Schlagwort: Orchester (Seite 1 von 5)

Phantom of the Opera

Gerade habe ich den Link zu einem Stück bekommen, das mein ehemaliges Orchester im Frühjahr spielen wird: "The Phantom of the Opera". Wenn ich mir das so anhöre, würde ich am liebsten mitspielen. Leider ist die Entfernung von 400 Kilometern dabei nicht unbedingt hilfreich... *seufz*

Puh.

Es ist geschafft. 110 Erst- und Zweitklässler 4 Stunden lang auf Trab gehalten. Fast allen zu einem Quietschton auf der Klarinette verholfen und davon fast Kopfschmerzen bekommen. Wenn nur 20% aller Kinder, die von der Klarinette begeistert waren, sich für den Klarinettenunterricht bei uns anmelden, können wir mehr als zufrieden sein.

Kinder und Musikinstrumente

Morgen mache ich wieder einmal einen kleinen Ausflug in meine ehemalige Grundschule, um dort die Kinder fürs Musikmachen zu begeistern. Wahrscheinlich wird es wieder sehr laut und anstrengend, 110 Kindern einen Ton aus der Klarinette zu entlocken - aber es ist ja schließlich für eine gute Sache.

Wer sich in Vereinen engagiert, der weiß, dass man heutzutage nahezu um Nachwuchs "kämpfen" muss. Ich bekomme das hauptsächlich im Musikbereich mit. Da man beim Lernen eines Instruments nicht sofort Erfolgserlebnisse hat (ich habe erst nach einer Woche den ersten vernünftigen Ton aus meiner Klarinette bekommen!) und zu Hause viel üben muss, ist die Musik leider nicht so anziehend wie beispielsweise eine Sportart. Außerdem hängt das Musikmachen im Orchester ganz massiv von verschiedenen Leuten ab, die unterschiedliche Instrumente spielen können. Während man beim Fußball den Stürmer notfalls auch mal als Verteidiger vors Tor stellen und erwarten kann, dass er den Ball zumindest trifft, kann man einem Posaunisten schlecht eine Querflöte in die Hand drücken und voraussetzen, dass er einen Ton herausbekommt...

Neben dem Spaß, den das Musizieren macht, kommt übrigens noch der Aspekt, dass Musikmachen Kinder in ihrer Entwicklung fördert.

Don't cry for me Argentina

Gestern, beim schon erwähnten Sommernachtskonzert hat ein 12-Jähriger die Herzen des Publikums im Sturm erobert. Wenn man in dem Alter SO gut (und nicht nur gut, auch emotional, perfekt) "Don't cry for me Argentina" auf der Trompete spielt, geht das wohl auch gar nicht anders. Und dabei ist gerade dieses Lied in meinen Augen nicht einfach zu spielen, weil die Melodie der Strophen relativ "unmelodiös" ist.

Ich bewundere Leute, die so musikalisch sind, ja immer wieder. Ich selbst bin zwar vielleicht musikalischer als die meisten Menschen, die kein Instrument spielen, aber das heißt nicht besonders viel ;-)

Von guten und schlechten Arrangements

Irgendwie inspiriert mich meine Orchesterprobe öfter, als ich es wahrhaben will, zu neuer Lieblings-Musik. Vor einiger Zeit habe ich so Hans Zimmer (durch "Backdraft") und Billy Joel (durch "Leningrad") für mich entdeckt, momentan höre ich "Don't cry for me Argentina" von Madonna rauf und runter. Dieses Lied spielen wir nächste Woche bei einem (hoffentlich)-Openair-Romantik-Fackeln-Wunderkerzen-Konzert und ich habe gestern wieder festgestellt, wie toll der Song eigentlich ist.

Nur mit den Phil-Collins-Songs "On my way" und "You'll be in my heart" kann ich mich irgendwie nicht anfreunden. Die klingen für mich irgendwie alle gleich. Vielleicht liegt das allerdings auch an den jeweiligen Arrangements. Während die Arrangements von "Leningrad", "Don't cry for me Argentina", "Nesaja" (aus dem Tabaluga-Musical) und "Flashdance" nämlich gut sind, gibt es nämlich auch welche, bei denen man die Songs kaum noch erkennt oder beim Spielen fast einschläft. Dazu gehören leider unser Beatles- und ABBA-Potpourri und "The Power of Love" von Jennifer Rush.

Heimaturlaub

Nach zwei Monaten München und viel Stress mit der Bahn gestern bin ich endlich wieder einmal daheim. Das heißt: Das Oktoberfest ist für mich erledigt und die nächsten Tage werde ich mit Familie und Freunden verbringen, bevor ich wieder aufbreche, um München besser kennenzulernen. Denn: Ich habe mir eine ganze Woche Auszeit genommen und behaupte, dass das nach 24 Arbeitstagen mit nur zwei freien Tagen zwischendurch auch redlich verdient habe. Jetzt bin ich zwar fertig mit der Welt und werde zu allem Ãœberfluss auch noch krank, aber ich freue mich schon drauf, wenns wieder weitergeht. Dann endlich in einer Themengruppe und nicht mehr in irgendwelchen Veranstaltungs-Dossiers...

Worst Case

Jetzt ist es also passiert, wir sind ausgeschieden. Dabei war ich mir so sicher, dass wir uns noch ins Elfmeterschießen retten können... Aber es hat wohl nicht so sein sollen. Warum das Spiel um den dritten Platz am Samstag problematisch wird, habe ich ja hier schon erklärt. Richtig haarig wird die Sache allerdings, wenn Frankreich beim zweiten Halbfinale auch ausscheiden sollte und gegen uns um den dritten Platz spielt: Eins unserer Gastorchester kommt aus Frankreich... Das wäre dann also der absolute Worst Case.

Finale: Pro und contra

Wenn das deutsche Team ins Finale kommen sollte (wovon ich doch stark ausgehe), hat das nicht unbedingt nur positive Seiten: Eine Musikkollegin hat sich auf eine Wette eingelassen, bei der sie sich die Haare kurzschneiden und schwarz-rot-gold färben lassen muss, wenn Deutschland ins Finale der WM einzieht. Das ist doch ein triftiger Grund, Deutschland am Dienstag nicht die Daumen zu drücken...

Einen guten Grund, Deutschland die Daumen zu drücken ist dagegen dieser: Mein Orchester hat am nächsten Samstag unser alljährliches Sommernachtskonzert angesetzt. Dummerweise hat damals keiner bemerkt, dass an diesem Tag das Spiel um Platz drei der Weltmeisterschaft auf dem Programm steht. Wenn also Deutschland am Dienstag verliert, spielt die Mannschaft am Samstag um Platz drei - zur gleichen Zeit, zu der eigentlich unser Konzert stattfinden soll. Noch besser wird die Sache, wenn wir an diesem Tag auch noch gegen Frankreich spielen sollten, denn wir haben ein französisches Orchester zu Gast. Die Chance, am Dienstag noch eine halbwegs passable Leinwand organisieren zu können ist übrigens verschwindend gering...

220 Kinder

habe ich gestern der Reihe nach in eine Klarinette (zum Glück nicht meine!) sabbern lassen. Stattgefunden hat diese Aktion an der Grundschule meines Heimatorts und teilgenommen haben alle Schüler der ersten bis vierten Klasse. Dabei durfte jedes Kind jedes vorgestellte Instrument ausprobieren und ich war "Klarinetten-Verantwortliche". Unsere Tätigkeit an diesem Vormittag kann man getrost als Akkordarbeit bezeichnen - 25 Kinder in zehn Minuten sind immerhin 2,5 Kinder, die pro Minute ihr Glück an der Klarinette versucht haben.

Besonders interessant an diesem Tag in der Schule waren die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Schüler gegenüber ihren Klassenlehrern. War der Lehrer jung, den Schülern gegenüber aufgeschlossen und redete in einem normalen Ton mit ihnen, war die Klasse angenehm und ruhig. Bei den etwas älteren Lehrern, die auf Autorität gesetzt haben, hat das die Schüler herzlich wenig interessiert: Diese Klassen waren lauter als die anderen und haben das gemacht, was sie wollten. Und fast schon Chaos gab es bei der Klasse, die die begleitende Lehrkraft einfach nicht respektiert hat. Uns Musikern gegenüber waren die Kids allerdings alle sehr nett und teilweise einfach nur goldig.

Lustig waren auch die verschiedenen Herangehensweisen der Kids an die Instrumente. Grob unterteilt gab es vier Kategorien:

  • "Extrem schüchtern" (das Mundstück wurde mit dem Mund kaum berührt, obwohl man so keinen Ton herausbringt und am liebsten wurden die Hände hinter dem Rücken versteckt)
  • "Schüchtern, will aber etwas lernen" (Mundstück und Klarinette wurden erst kaum berührt, nachdem ich die Haltung korrigiert hatte, klappte aber alles)
  • "Das kann doch nicht so schwer sein!" (ganz cool, reißt das Instrument an sich, lässt sich nichts sagen und bekommt nur ein Quietschen heraus)
  • "Wenn mein Freund das kann, kann ich das auch!" (sehr männliche Herangehensweise, die vor allem dann auftrat, wenn einer aus dem Freundeskreis problemlos einen Ton herausgebracht hatte - meistens kam dann kein Ton!)

Ja, es war schon lustig, aber nach fünf Stunden und 220 Kindern bin ich doch froh gewesen, als ich gestern Abend wieder "vernünftig" Musik machen durfte...

Abschweifend

Es ist wirklich faszinierend, wie schnell man von einem Thema aufs nächste kommen kann. Sozusagen vom hundertsten ins tausendste. Gestern auf der Ausschusssitzung meines Orchesters erlebt. Im einen Moment redet man noch über das Programm beim alljährlichen Sommernachtskonzert, im nächsten Moment ist man schon bei der Lokalpolitik, dem Wetter der letzten fünf Jahre oder was-weiß-ich-wo angekommen. Und wenn man darüber Protokoll führen muss, wirds richtig kompliziert...

Jetzt muss ich meine wirren Notizen von drei Stunden Sitzung nur noch abtippen und in eine verständliche Form bringen. Ich hätte mich doch gleich mit Laptop hinsetzen sollen - dann hätte ich mir diese Arbeit ersparen können ;-)

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