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Ein paar Worte zu Facebook und Cambridge Analytica

Da ich in letzter Zeit nur über Raumfahrt und Astronomie schreibe, obwohl sich "in diesem Internet" gerade ganz andere Dinge ereignen (Stichworte: Facebook, Cambridge Analytica), ein paar Worte zu der Geschichte: ich versuche immernoch, mir einen Reim darauf zu machen und mir eine Meinung zu bilden. Wenn man mich fragt, ist das Thema nicht so einfach, wie es vielerorts erscheint. Dass endlich über Datenschutz im Zusammenhang mit Facebook/Social Networks geredet wird, finde ich grundsätzlich gut. Was der Auslöser dafür ist, ist letztendlich egal, Hauptsache, man redet endlich einmal darüber und das Thema bleibt länger im Fokus.

Was ich zum aktuellen Fall sage: Das ist schwierig - und fängt schon damit an, dass es diesen "Hack", von dem viele berichtet hatten, nie gegeben hat... Details könnt ihr in diesem sehr lesenswerten Artikel auf Englisch nachlesen.

Übrigens hat man schon im Dezember 2016 kurzzeitig über Cambridge Analytica diskutiert. Anlass war damals ein Artikel des Schweizer "Magazin". Details, warum der Artikel damals vielleicht nicht so ganz richtig war, kann man hier nachlesen.

Facebook schraubt am Newsfeed

Kaum hat Mark Zuckerberg zu Beginn des Jahres angekündigt, Facebook in diesem Jahr verbessern zu wollen, gibt es auch schon eine erste Information darüber, wie das aussehen soll: Facebook will unter anderem die Inhalte priorisieren, die von Freunden und Verwandten des Nutzers kommen - Inhalte, die von Unternehmen gepostet wurden, werden entsprechend seltener angezeigt. Denn im Newsfeed ist einfach nicht unbegrenzt Platz.

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Facebook, das geht besser!

In Zeiten, in denen die Raumsonde "Rosetta" um einen Kometen kreist und dort eine Forschungssonde aussetzt, die landet und nur Tage später aus Energiemangel in den Schlafmodus geht, merkt man wieder einmal, wie schlecht (= nicht aktuell) der Newsfeed-Algorithmus von Facebook (Android-App) ist.
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Ein Plädoyer für mehr Hilfsbereitschaft und weniger Meckerei im Netz

Facebook kauft WhatsApp - und zwei Dinge kann man heute immer wieder lesen: Empfehlungen für WhatsApp-Alternativen (zugegeben: ich habe auch einen solchen Artikel geschrieben) und Kommentare wie "Wer Facebook nutzt, braucht sich doch eh nicht um Datenschutz zu sorgen" oder "Wer bisher WhatsApp genutzt hat, ist sowieso selbst schuld". Ich finde diese Kommentare ziemlich anmaßend. Weiterlesen

Kleine Kinder, Tiere und Wetter gehen immer

Wie heißt es so schön?

"Kleine Kinder und Tiere gehen immer."  

Ich möchte die Aufzählung um das Thema Wetter ergänzen - wie ich immer wieder merke, geht das Wetter auf Facebook auch immer. Lange herbeigesehnter Sonnenschein genauso wie überraschender Schnee, ein den öffentlichen Nahverkehr beeinträchtigender Sturm, ein besonders schöner Sonnenuntergang oder einfach nur das Wetter zwischendurch.

Kaum postet man ein Wetter-Bild auf Facebook, gibt es Likes ohne Ende - und das Schöne ist, dass man als Facebook-Dependance einer Nachrichten-Website sogar täglich übers Wetter schreiben darf (solange man etwas Nachrichtliches unterbringt...) und damit nicht zu der Seite Fanpage gehört, die mit Smalltalk-Themen nur Likes sammelt.

Facebook, du langweilst mich!

In letzter Zeit stelle ich immer häufiger fest, dass mich Facebook langweilt. Nichts los, keine neuen Posts in meiner Timeline. Poste ich etwas, kommt so gut wie kein Feedback. Schaue ich in der mobilen Facebook-App, bekomme ich fast nur Beiträge angeboten, die mindestens einen Tag alt (und oft schon gar nicht mehr aktuell) sind.

Facebook, du langweilst mich!  

Die Konsequenz: ich bin noch weniger auf Facebook unterwegs als früher, mittlerweile fast nur noch beruflich. Glücklicherweise habe ich einen Großteil meiner Facebook-Freunde dazu gebracht, mich per E-Mail zu kontaktieren und nicht per Facebook-Nachricht. Das heißt, ich "muss" nicht mehr oft auf Facebook sein. Denn Zeit, die ich dort verbringe, ist meist vergeudete Zeit.

Ob das im Sinne der Aktionäre ist? Ich möchte es bezweifeln. Aber das stört mich recht wenig: ich bin dann mal bei Twitter...

Bild: West McGowan (Lizenz: CC BY-NC 2.0)

Missverständlich.

Wenn man sich nicht gut mit Facebook auskennt, kann es dort sehr schnell zu Missverständnissen kommen. Vor ein paar Tagen habe ich das erst wieder in meiner Timeline erlebt. Da passierte folgendes:

fb-missverstaendnis

Geteilt wurde etwas, das eine andere Person auf Facebook gepostet hatte. Ich finde: man sieht ganz deutlich, dass hier der Beitrag einer anderen Person geteilt wurde. Sollte man das nicht erkennen und wirklich Interesse an dem Inhalt haben, muss man auf den Link klicken und bekommt dort angezeigt, wer den Inhalt ursprünglich erstellt hat. Thema erledigt. Aber man kann das offensichtlich auch alles ganz anders verstehen.

Ich plädiere in solchen Fällen ja gerne für ein Medienkompetenz-Training (oder in diesem Fall: Facebook-Kompetenz-Training). Aber gut, man kann nicht alles haben.

Bild: Andreas Schwab, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Facebook-Posting: Wann ist der beste Tag?

An welchem Tag bekommt ein Beitrag auf einer Facebook-Seite die höchste Aufmerksamkeit, die meiste Interaktion?

tobesocial fasst Daten, die Salesforce Buddy Media aus einer Untersuchung von 1800 Facebook-Seiten gewonnen hat, in einer Infografik zusammen. Aufgeteilt nach Branchen soll die Infografik zeigen, wann es am sinnvollsten ist, einen Facebook-Beitrag zu veröffentlichen. Weiterlesen

Domian und die Facebook-Zensur – ein Kommentar

Wenn das, was Moderator Jürgen Domian auf seiner Facebook-Seite beklagt stimmt (*), wurde er bzw. wurden Beiträge, die er zum neuen Papst und zur Homo-Ehe veröffentlicht hat, von Facebook zensiert. Das ist bedenklich, denn Facebook ist in den Augen von immer mehr unbedarften Internetnutzern "das Internet" (gemeinsam mit Google natürlich). Daher auch der Aufschrei, die vielen Kommentare und Shares seines Facebook-Posts. Im Hinterkopf haben viele Nutzer, die den Beschwerde-Beitrag gelesen und geteilt haben sicher den Gedanken "in meinem Internet will ich tun und posten, was ich will - und wehe, es pfuscht mir jemand hinein".

Aber so einfach ist das bei einem Unternehmen nicht, das letztendlich Geld mit seinem Produkt verdienen will. Hier bestimmt der Anbieter die Regeln. Und dazu gehört beispielsweise auch die "Melden"-Funktion. Ich gehe davon aus, dass die fehlenden Beiträge so häufig gemeldet wurden, dass sie automatisch gelöscht wurden - auch wenn sie noch so harmlos gewesen sein mögen: da draußen gibt es viele Spinner, in jede Richtung. Und es ist noch dazu verlockend einfach, einen missliebigen Beitrag zu melden.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Nutzer, die die Plattform eines Anbieters nutzen, sollten sich darüber im Klaren sein, was das bedeutet - auch jenseits des Datenschutzes. Letztendlich bestimmt der Anbieter, was gestattet ist und was gelöscht wird. Will man sich davon unabhängig machen, sollte man sich seine eigene Plattform schaffen - beispielsweise ein selbst gehostetes Blog. Auch hier bestimmt der Anbieter - was in diesem Fall der Blogger selbst ist - was erlaubt ist. Und das können durchaus auch kritische Texte zum Papst oder zur Homo-Ehe sein, so lange sie sich innerhalb der Grenzen der Meinungsfreiheit bewegen. Deshalb mein Appell: macht euch von Facebook und den anderen social networks unabhängiger (ich sage bewusst nicht: löscht eure Accounts, denn das halte ich für übertrieben und würde es auch selbst nicht tun), schafft eure eigenen Plattformen!

(*) Warum ich das so formuliert habe? Nicht, weil ich Domian nicht glaube. Jeder, der Facebook-Seiten betreut weiß ein Lied davon zu singen, wie buggy Facebook ist. Daher kann ich mir ohne weiteres vorstellen, dass hier (Edit: Bei den verschwundenen Beiträgen zur Homo-Ehe) nur ein Bug Schuld ist. Genauso gut kann ich mir aber auch vorstellen, dass Facebook tatsächlich gelöscht hat.

[Edit 1: Ich sehe gerade, dass das Social Media Watchblog auch über den Fall geschrieben hat - und am Ende auch die eigene Plattform empfiehlt. Lesetipp! (Nicht nur, weil die Argumentation in eine ähnliche Richtung geht, sondern auch, weil das Blog lesens- und unterstützenswert ist.)]

[Edit 2: Facebook entschuldigt sich bei Jürgen Domian]

[Edit 3: Rechtsanwalt Dr. Carsten Ulbricht gibt einen Überblick über die rechtliche Sicht der Dinge.]

Bild: indrarado (Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0)

Du bist, was du likest

Forscher können anhand der "Gefällt mir"-Klicks eines Users auf Facebook überraschend genau herleiten, welches Geschlecht (93% richtige Zuordnung) oder welche Hautfarbe (95% richtige Zuordnung) der Nutzer hat. Auch die Frage nach der sexuellen Orientierung haben die Forscher so relativ zuverlässig beantworten können: Bei Männern lagen sie in 88% der Fälle richtig, bei Frauen nur in 75%.

Für die Studie haben über 58.000 Freiwillige ihre Facebook-Likes zur Verfügung gestellt. Die Likes wurden ausgewertet und verglichen mit den Daten, die die User selbst angegeben (oder auf Facebook veröffentlicht) hatten. Außerdem haben die Teilnehmer Fragebögen ausgefüllt.

Die Studie wurde im Fachmagazin PNAS veröffentlicht, auf der Website kann man sich die Details und den Studienaufbau anschauen.

In ihrer Studie weisen die britischen Forscher darauf hin, dass die Daten, die man braucht, um die persönlichen Eigenschaften zu ermitteln, relativ leicht zugänglich sind. Neben den Facebook-Likes könnten das auch Browserverläufe, Suchanfragen oder Online-Einkäufe sein, schreiben die Forscher. Solche Daten könnten automatisiert verwendet werden, um - neben den oben genannten Beispielen - auch religiöse und politische Ansichten (in 85% der Fälle konnte richtig zwischen Republikanern und Demokraten unterschieden werden), Persönlichkeitsmerkmale oder die Intelligenz zu berechnen.

Was die Forscher herausgefunden haben, könnte vor allem für Marketing und Produktempfehlungen interessant sein. So könnte beispielsweise Werbung für eine Versicherung online auf das Profil des Users zugeschnitten werden: Ein emotional instabiler Nutzer sieht eine Anzeige, die den Sicherheitsaspekt hervorhebt, ein stabiler Nutzer bekommt das Gegenteil zu sehen. Das mag für den Werbetreibenden gut sein, aber den kritischen Aspekt darf man nicht von der Hand weisen: Viele der Daten sind ohne das Einverständnis der Nutzer leicht zu bekommen und könnten so auch ohne deren Wissen ausgewertet wrden. Deshalb schreiben die Forscher auch, dass die Auswertung solcher Daten - auch wenn sie nicht richtig sein sollten - durchaus eine Gefahr für die Nutzer sein kann. Man denke nur an Homosexuelle, die ihre sexuelle Orientierung verbergen müssen, weil sie in ihrem Land dafür verfolgt würden. Oder auch Nutzer, die nach der Bewerbung und vor der Einladung zum Vorstellungsgespräch ohne ihr Wissen komplett "durchleuchtet" werden.

Wer in der Praxis sehen möchte, was die eigenen Facebook-Likes in der Auswertung ergeben, dem empfehle ich die Website youarewhatyoulike.com. Sie wurde von David Stillwell und MIchal Kosinski, zwei Forschern, die an der Studie mitgearbeitet haben, entwickelt. Die Seite greift (natürlich erst, nachdem man das bestätigt hat) auf die Facebook-Likes zu und gibt Ergebnisse in den Kategorien "Openness", "Conscientiousness", "Extraversion", "Stability" und "Agreeableness" aus. Ich wurde ziemlich gut charakterisiert - beeindruckend!

Bild: FindYourSearch, Lizenz: CC BY-SA 2.0

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