Monat: Januar 2013 (Seite 1 von 2)

Vine für Journalisten und Redaktionen

Seit ein paar Tagen ist Vine online, eine App, mit der man sechs-sekündige Videos aufnehmen und auf Twitter veröffentlichen kann. Was daran so besonders ist? Eigentlich nichts. Oder besser gesagt: Das kommt - wie bei jedem Tool - darauf an, was man damit macht. Die @rheinzeitung hat beispielsweise einen guten Zugang dazu gefunden und zeigt, wie die Titelseite der Zeitung entsteht:

Andere journalistische Beispiele gibt es hier.

Was macht eigentlich ein Online-Hauptstadtkorrespondent?

Wie arbeitet eigentlich der Hauptstadtkorrespondent eines Online-Mediums? Roman Mischel hat Thorsten Denkler von sueddeutsche.de einen Tag lang begleitet und beim Arbeiten beobachtet. Herausgekommen ist diese sehr sehenswerte Mini-Doku:

Auf onlinejournalismus.de schreibt Mischel mehr über das Projekt:

Das Video ist der Auftakt zu einer Serie weiterer Porträts über Journalisten, die ich in Zusammenarbeit mit der ABZV produziere und unter videoreporter.abzv.de veröffentliche (in Folge 2 habe ich Michael Kappeler, den Cheffotografen der DPA begleitet). Mich interessiert, wie Journalisten in den verschiedenen Medienbereichen heute arbeiten. Ich will wissen, was sie antreibt und wo sie an ihre Grenzen stoßen.

Auch das zweite Video, für das Mischel den DPA-Cheffotografen Michael Kappeler begleitet hat, ist absolut sehenswert.

#Aufschrei – auf der Metaebene

Eigentlich wollte ich nichts über das Meme #aufschrei auf Twitter schreiben. Weil ich nichts zum Thema sagen kann (im Sinne von: ich habe keine der Erfahrungen gemacht, die auf Twitter geschildert wurden und möchte deshalb nichts dazu sagen). Dann habe ich den Text von Martin Weigert auf netzwertig.com gelesen und möchte diesen einen, sehr treffenden Satz daraus zitieren:

Ich halte es für möglich, dass es sich bei #aufschrei um einen der bisher weitreichendsten gesellschaftlichen Weckrufe in Deutschland handelt, der durch den Einsatz sozialer Medien zustande kam.

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Was Online-Journalisten heute beherrschen sollten

Andreas Weck beschreibt auf netzpiloten.de "6+ Fähigkeiten, die der Journalist von heute draufhaben sollte". Grundsätzlich stimme ich seinen sechs Punkten zu - nur Punkt eins ("Sei ein Vermarkter") sehe ich etwas anders als er, nämlich mit der Brille des festangestellten Journalisten: Statt die Inhalte an den Meistbietenden zu verkaufen, muss der festangestellte Journalist die Inhalte dem Leser verkaufen - und zwar möglichst auf allen Social-Media-Plattformen die er nutzt und idealerweise nicht nur mit dem Hinweis "Hier ist mein neuer Artikel", sondern gerne auch etwas unterfüttert, z.B. mit einer kleinen Anekdote von der Recherche. Weiterlesen

Informationen auf Twitter verifizieren und Twitter-Fallen meiden

Twitter bzw. Inhalte von Tweets werden immer häufiger zum Gegenstand der journalistischen Berichterstattung, das ist sicher schon vielen aufgefallen. Hierzulande beobachte ich dabei vor allem zwei Formen:

  1. Es werden Tweets von "Otto-Normal-Usern" zitiert, die ein Ereignis kommentieren, über das in den Medien berichtet wird oder das in den Medien stattfindet (z.B. Fernsehsendungen wie das Dschungelcamp, siehe auch "Twitter und SocialTV") oder die einfach "nur lustig" sind.
  2. Es wird berichtet, was ein Prominenter getwittert hat - gern auch mit Reaktionen seiner Follower

Ich erinnere mich nicht daran, dass ich einmal einen deutschsprachigen Artikel gelesen hätte, der auf Informationen basierte, die über Twitter gefunden wurden (lasse mich aber gern in den Kommentaren korrigieren, wenn es entsprechende Artikel gibt! Im englischsprachigen Raum gibt es ja einige Beispiele, man denke nur an die Landung des Flugzeugs im Hudson River oder den Tod von Osama bin Laden). Aber die Frage steht trotzdem früher oder später im Raum: Wie kann man als Journalist eine Information oder Quelle auf Twitter verifizieren? Wie stellt man sicher, dass man keinen Blödsinn weiterverbreitet? Weiterlesen

Twitter und SocialTV

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Dass auf Twitter sehr oft übers Fernsehen geschrieben wird, ist kein Geheimnis. Verfolgen kann man das momentan ganz gut spät abends, wenn auf RTL das Dschungelcamp läuft. Gefühlt jeder zweite Tweet in meiner Timeline hat dann das Hashtag #ibes. Oder samstags, zu "Wetten, dass..?"-Zeiten, liest man das Hashtag #wettendass überall - nicht zu vergessen der #tatort am Sonntagabend. Und das sind nur einige, spontan ausgewählte Beispiele.

Auch in anderen Ländern gibt es eine starke Verbindung zwischen Twitter und dem aktuellen Fernsehprogramm. @twitterUK hat eine Studie zu dem Thema veröffentlicht, die näher darauf eingeht. Weiterlesen

Nicht Medienkrise – menschliche Schicksale!

Gerade habe ich noch in diesem Blog gelesen, was eine Journalistin der Westfälischen Rundschau zur Einstellung der Zeitung schreibt, wie sie versucht, durch therapeutisches Schreiben zu verarbeiten, was geschehen ist. Wie sie ihren Arbeitsplatz räumt, alles in eine Kiste packt oder morgens den Wecker stellt, um eine Routine aufrecht zu erhalten. Wie sie mit den Gedanken kämpft, was die Zukunft bringt und versucht, ihrem 12-jährigen Sohn trotz allem einen schönen Geburtstag auszurichten. Leider wurde das Blog gerade auf "privat" umgestellt und ist nicht mehr erreichbar.

Das finde ich sehr schade, denn es könnte all denen, die nur von "Medienwandel" und "Zeitungskrise" sprechen zeigen, dass das Aus der FTD und WR und die Insolvenzanmeldung der FR mehr ist als "Medienwandel" und "Zeitungskrise".

Hier gehen nicht nur Traditionshäuser in die Knie - hier verlieren Menschen ihre Existenz. Und zwar mehr Menschen als in den Artikeln immer wieder beiläufig genannt werden, denn erfahrungsgemäß beschäftigen Zeitungen viele freie Mitarbeiter, die nicht darauf hoffen können, eine Abfindung, Insolvenzgeld oder später Arbeitslosengeld zu bekommen. Und selbst wenn man sich als Festangestellter zumindest auf das Arbeitslosengeld verlassen kann: der Arbeitsmarkt für Journalisten sieht nicht gerade rosig aus.

Jeder Artikel, in dem es nur um "Medienwandel" und "Zeitungskrise" geht, aber nicht um die Schicksale der Mitarbeiter, ist ein Hohn für die Betroffenen, ein Schlag ins Gesicht. Und glaubt mir: den können sie, den können wir gerade nicht gebrauchen. Es ist schon schlimm genug.

Zum Thema empfehle ich auch diesen Artikel auf ruhrbarone.de und diesen Text im JakBlog. Und Kollegin Monika hat das Blog auch entdeckt.

Video mit Wow-Effekt

Dieses Video erinnert mich wieder daran, warum ich angefangen habe, mich für die Astronomie zu interessieren. Weil: wow! Diese Bilder (bei mir waren es in erster Linie die Hubble-Bilder, die mich gefesselt haben)! Der Blick nach oben in einer sternenklaren Nacht! Es gibt kaum etwas schöneres. Weiterlesen

Die USA bekommen doch keinen Todesstern

Fast 35.000 Amerikaner hatten Ende 2012 eine Petition unterzeichnet, die die US-Regierung dazu auffordert, bis 2016 mit der Konstruktion eines Todessterns zu beginnen. Die Begründung der Petition:

By focusing our defense resources into a space-superiority platform and weapon system such as a Death Star, the government can spur job creation in the fields of construction, engineering, space exploration, and more, and strengthen our national defense.

Jetzt antwortet das Weiße Haus darauf - mit einer gehörigen Prise Humor. Weiterlesen

An anderer Stelle

Während hier in den letzten Tagen zugegebenermaßen recht wenig los war, war ich an anderer Stelle aktiv. Für die Frankfurter Rundschau/Berliner Zeitung habe ich mir eine Studie angeschaut, laut der drei von vier Staatschefs Twitter nutzen. Und weil das Thema so gut passte, habe ich gleich noch einen Blogeintrag für socialmediastatistik.de daraus gemacht.

(Diese und weitere Artikel, die ich für die FR/BLZ geschrieben habe, findet man übrigens hier in meinem Blog unter dem Menüpunkt "Arbeitsproben" oder auf meinem neuen Autorenprofil auf fr-online.de)

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