Neue ESA-Bodenstation in Argentinien eröffnet

In der Nacht hat die ESA eine neue Bodenstation eingeweiht, mitten im Nirgendwo, in Malargüe, Argentinien. Zum Start hat die neue Bodenstation ein Bild von MarsExpress empfangen.

Was macht so eine Bodenstation überhaupt und wozu braucht man sie?
Für den Betrieb von Satelliten und Raumsonden braucht man die Möglichkeit, Kontakt mit ihnen aufzunehmen - u.a. zur Übertragung der Forschungsdaten. Mit Hilfe spezieller Funkmessgeräte kann außerdem die genaue Flugbahn ermittelt werden. Dazu müssen auf der Erde Bodenstationen mit großen Parabolantennen nach bestimmten Kriterien platziert sein.

Die großen Antennen (die Antenne in Malargüe hat einen Durchmesser von 35 Metern) sind nötig, weil die Signale, die Raumsonden und Satelliten zur Erde senden nur sehr schwach sind (aus Gewichtsgründen wird gespart, außerdem gibt es nur wenig elektrische Energie an Bord).

Mit der neuen Bodenstation in Argentinien wurde das Netz der ESA-Bodenstationen (ESTRACK) erweitert.

Der Aufbau:

Weitere Informationen:

  • Weitere technische Informationen zur Antenne in Malargüe gibt es bei der ESA.
  • Weitere Bilder - u.a. das Bild, das die Station gestern als erstes empfangen hat, gibt es im Flickr-Stream der ESA.
  • Weitere Infos über ESTRACK gibt es ebenfalls bei der ESA.

Tanja Banner

Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin und Bloggerin mit Interesse an Social Media, Astronomie und Raumfahrt. Bücherwurm. Fan des FC Bayern. Pendlerin. Online-Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau.

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