Monat: März 2005 (Seite 1 von 4)

Der absolute Tiefpunkt?

"Hört Ihr Hund auf jeden, nur nicht auf Sie? Ignoriert die Katze ihre Toilette und zerkratzt die Möbel? Keine Panik. Die Superfrauchen Angela und Gaby kennen sich mit tierischen Problemen aus. Beim Hausbesuch analysieren sie den Alltag zwischen Hundekörbchen und Gassigehen und geben wertvolle Tipps für ein Zusammenleben."

So beschreibt die TV Movie die neue Doku-Soap "Die Superfrauchen - Einsatz für vier Pfoten" auf RTL 2. Nach den Eltern sind jetzt also die Tierhalter und -liebhaber dran, von Fernsehsendern verarscht zu werden. Wo sind wir denn, dass jetzt schon Tiere einen Psychologen brauchen?

Ehrlich gesagt kenne ich mich in der Fernsehwelt nicht sehr gut aus - aber diese "Soap" scheint für mich im Moment der absolute Tiefpunkt zu sein. Zusammen mit "Verliebt in Berlin" (Sat 1). Da habe ich heute Vormittag aus Verzweiflung und Langeweile vorbeigezappt und konnte es kaum glauben: Es gibt tatsächlich Sendungen, in denen noch schlechter geschauspielert wird als bei "Gute Zeiten Schlechte Zeiten"???? Zudem bin ich allergisch gegen diese "Ich-stelle-ein-hässliches-Entlein-dar-aber-wenn-ich-
meine-Brille-absetze-bin-ich-gleich-der-Traum-aller-Männer"-Verarsche...

Langeweile?

Heute hatte ich hier schon ziemlich auffällig viele Zugriffe vom Server der FH Darmstadt. Zufällig fängt heute das neue Semester wieder so richtig an... Hatte da etwa jemand gleich am ersten Tag Langeweile? Die Zugriffe waren nämlich nicht in der Mittagspause...

Die Türkei – unbekanntes Urlaubsparadies

Seit einiger Zeit gehört die Türkei zu den beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen: Die Sommertemperaturen können es mit anderen favorisierten Urlaubszielen wie Spanien und Italien locker aufnehmen, sind aber trotzdem angenehmer als beispielsweise die brütende Hitze in Tunesien oder Ägypten. Selbst im Winter liegt die Temperatur bei angenehmen 15° C. Außerdem gibt es lange Strände, viele neue Hotels und das Meer. Die Flugzeit ist optimal: Gute drei Stunden von Frankfurt/Main nach Antalya, dabei eine Zeitverschiebung von nur einer Stunde. Nach Italien oder Spanien braucht man (mit dem Auto) doppelt bis dreimal so lange. Dazu kommt auch die Tatsache, dass die Türkei (noch) sehr günstig ist.
Ist man erst einmal dort, weiß man auch, warum das so ist: Die Zimmermädchen und Kellner in den Hotels haben ein Monatseinkommen von ca. 150 Euro (plus Trinkgeld), jeder dritte Türke arbeitet in der Landwirtschaft.

Auf dem Bustransfer von Antalya in Richtung Alanya fällt die Umwelt auf: rechts Meer, Strand, dann Straße. Alle paar hundert Meter wird ein neues Hotel gebaut - drumherum nu r Einöde.
Endlich am Hotel angekommen, der erste Schreck: der Bus rumpelt auf einer Art Feldweg zum Haupteingang des *****-Hotels. An der Fassade werden gerade die Lettern des Hotelnamens aufgehängt.
Der Blick vom Balkon hinaus zeigt mehr von der näheren Umgebung: Auch hier nur Meer, Strand und Einöde. Aber besser so, als ein anderes Hotel direkt vor der Nase zu haben.

Zwei Tage später geht es nach Pamukkale, dem wahrscheinlich bekanntesten Ausflugziel der Türkei. Übersetzt bedeutet der Name "Baumwollburg", was man versteht, wenn man näherkommt. Dann kann man die Kalksinterterrassen bestaunen, die im Laufe von Jahrtausenden durch kalkhaltige Thermalquellen geformt wurden.

Leider haben die Touristen das Naturwunder seit einigen Jahren voll im Griff: Durch Hotels, die oberhalb der Quellen gebaut wurden, verfärbte sich der Kalk und wurde braun-gelb. Als es zu schlimm wurde, mussten die Hotels abgerissen werden - seitdem wird das kalkhaltige Wasser systematisch über die Abhänge geschleust, um die weiße Farbe wieder herzustellen und zu erhalten. Aus dem gleichen Grund darf man in den Quellen auch nicht mehr baden.

Auf der langen Fahrt nach Pamukkale und zurück erfährt man so einiges über das Land und die Leute. Shelale, unsere Reiseleiterin spricht perfekt Deutsch - man hört nicht den geringsten Akzent. "Kein Wunder", erklärt sie. "Die meisten Menschen, die hier in der Tourismusbranche arbeiten und mit Deutschen zu tun haben, haben einige Zeit in Deutschland gelebt." Shelale selbst verbrachte ihre ersten acht Lebensjahre in Deutschland, bevor sie mit ihren Eltern in die Türkei zurückkehrte. Eine Zeit lang war Shelale Lehrerin, dann ließ sie sich zur Reiseleiterin ausbilden.
Was sie zu diesem Thema erzählt, ist interessant: Reiseleiter werden in der Türkei vom Staat ausgebildet, um zu verhindern, dass ein falscher Eindruck vom Land vermittelt wird. Worauf dabei der Schwerpunkte gelegt wurde, wird deutlich, wenn man Shelale eine Weile zuhört: "Mustafa Kemal Atatürk" hier, "Mustafa Kemal Atatürk" dort. Es scheint kaum ein Thema zu geben, das man nicht mit Atatürk in Verbindung bringen kann. Aber trotzdem bekommt man viel von der Kultur und den Traditionen der Bevölkerung mit.

Bildquelle: selbstgeschossen, Fotograf: T.M.

Kommunikation…

"bezeichnet auf der menschlichen Alltagsebene den wechselseitigen Austausch von Gedanken in Sprache, Schrift oder Bild." (Wikipedia)

Ein wichtiges Kommunikationsmittel der heutigen Zeit ist das Telefon. Seit es gegen Ende des 19. Jahrhunderts erfunden wurde und wenig später seinen Siegeszug um die Welt antrat, ist es aus unseren Haushalten nicht mehr wegzudenken. Wie abhängig man in unserer heutigen Gesellschaft vom Telefon ist, merkt man aber erst dann, wenn es einem nicht zur Verfügung steht.

Ich selbst bin seit gestern Nachmittag telefonlos und seitdem kommen ständig Gedanken, wie man das Telefon als nächstes benutzen müsste: Einen Termin beim Arzt ausmachen, die Eltern anrufen oder einfach nur mit der Freundin reden.

Aber das Telefon ist nicht das allerwichtigste Kommunikationsmittel: Ohne die Sprache/Stimme würde uns das beste Telefon der Welt nichts nützen. Dann müsste man wieder komplett auf die geschriebene Kommunikation umsteigen. Eigentlich ein Rückschritt in unserer Entwicklung, denn auch wenn E-Mails, SMS und Co. immer wichtiger werden, ist das Telefon oder Handy doch kaum zu ersetzen. (Neue Möglichkeiten wie die Internettelefonie darf man hier auch schon dazuzählen!)

Diesen Rückschritt zur geschriebenen Kommunikation erlebe ich gerade: Aufgrund von Krankheit kann ich kaum reden - es ist fast ein Wunder, wenn mich jemand versteht. Wenn ich jemandem etwas mitteilen will, muss ich vorher irgendwie auf mich aufmerksam machen - ohne Stimme. In dieser Situation merkt man erst richtig, was man an der Sprache normalerweise hat. Ohne sie ist man von anderen Menschen abhängig: Nicht einmal den Termin beim Arzt könnte ich selbst ausmachen - ich würde von meinem Gegenüber am Telefon wahrscheinlich für verrückt erklärt werden, wenn ich anrufe und in den Hörer flüstere. Abgesehen davon wäre ich mir nicht einmal sicher, ob man mich überhaupt durchs Telefon hört. Und: Zum Telefonieren braucht man immer noch ein funktionierendes Telefon - was ich im Moment nicht habe.
Deshalb bleibe ich (gezwungenermaßen) vorerst bei der schriftlichen Kommunikation und bin dankbar, dass sie sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt hat: Was würde ich zur Zeit nur tun ohne die Möglichkeit, eine SMS oder E-Mail zu verschicken?

To be with you

"To be with you" - ich liebe diesen Song von Mr. Big einfach. Kriege ihn nicht mehr aus meinem Kopf heraus und möchte ihn am liebsten die ganze Zeit vor mich hinsummen. :-) >> Lyrics

Vertrauen ist gut…

Kontrolle ist besser. Das beweist die Stiftung Warentest mit ihrer Überprüfung der Preisberatung bei der Deutschen Bahn. Getestet wurden die Beratung über Internet, Telefon und am Schalter.
Ein Beispiel aus dem Test: Zwei Personen wollen mit dem Zug eine 190 km (Luftlinie) lange Strecke in ein anderes Bundesland zurücklegen. Die Preise:
- mit ICE/RE: 244 Euro
- mit ICE/RE (inkl. Kauf einer Bahncard 25 und Mitfahrerrabatt): 202 Euro
- mit RE und zwei Ländertickets: 49 Euro
Bei diesem Beispiel ist die Fernzugverbindung zwar um 25% schneller, dafür aber auch 250% teurer als die langsame Verbindung mit dem Regionalexpress. Im Test kamen nur drei von 25 Verkäufern gleich auf die Idee, zwei Ländertickets anzubieten - drei andere empfahlen zumindest die Bahncard 25. Vier der Verkäufer beharrten bis zum Schluss auf der teuersten Variante.
Fazit des Tests: Die Bahn ist das um­weltschonendste und sicherste Verkehrsmitte, aber am besten weiß man schon vorher, mit welchem Tarif man fahren will und wie man das meiste Geld sparen kann. Sonst kann die Bahn auch verdammt teuer sein.

Deep-Sky-Beobachtung

Die Betreiber von www.astronomie.de beschreiben Deep-Sky als

die Beobachtung von Objekten jenseits des Sonnensystems. Dazu zählen Sterne, Doppelsterne, Offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen, Galaktische Nebel, Planetarische Nebel, Galaxien und Quasare. Die Deep-Sky Beobachtungumfaßt das Aufsuchen, Beobachten und Beschreiben bzw. Zeichnen der Objekte.

Das Praktische am Deep Sky ist, dass sich die Beobachtungen ohne Hilfsmittel durchführen lassen - aber mit einem kleinen Fernglas macht das Ganze noch mehr Spaß. Eine drehbare Sternkarte sollte man auch besitzen, um sich die Orientierung am Sternenhimmel zu erleichtern. Vor allem Anfängern dürfte sie recht hilfreich sein. Um die Adaption der Augen nicht zu stören, ist es empfehlenswert, seine (unvermeidliche) Taschenlampe rötlich abzudunkeln. Die Adaption des Auges benötigt 30 bis 45 Minuten. Sind die Augen aber endlich an die Dunkelheit gewöhnt, sieht man gleich wesentlich mehr Sterne als zuvor.

Den Beobachtungsplatz sollte man sorgfältig (und am besten bei Tageslicht) auswählen: bewohnte Gegenden oder allgemein Licht in der Nähe trüben den Ausblick auf die Sterne. Am besten bedient ist man mit einem Platz in der unberührten Natur, auf einem kleinen Hügel oder einer Wiese.

Bevor man sich zur Beobachtung aufmacht, ist es ratsam, sich über einige essenzielle Dinge zu erkundigen: Wann geht die Sonne unter? Wann ist die astronomische Dämmerung zu Ende (d.h.: Wann ist es richtig dunkel?)? Wo und in welcher Phase steht der Mond? Bei einem relativ "vollen" Mond ist es so gut wie unmöglich, bestimmte Deep-Sky-Objekte zu sehen - deshalb sollte man seine Beobachtung nach dem Erdtrabanten richten.

Generell gilt: Je dunkler der Himmel, desto größer das Seherlebnis.

Gedankenfetzen

Warum darf eine Frau, die seit 15 Jahren im Wachkoma dahinvegetiert, nicht einfach in Ruhe sterben?

Warum denken manche Menschen, ein Präsident oder Gouverneur hat das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden?

Anmerkung: Ich will mit diesen Fragen nicht zur Diskussion anregen - höchstens zum Nachdenken. Über das Thema wurde in den Medien schon viel zu viel diskutiert.

Michael Jackson = schwarz?

SPIEGEL online berichtet heute von einem Radio-Interview mit Michael Jackson. Im Gespräch mit dem Bürgerrechtler Jesse Jackson erklärte Michael Jackson, "er sei einer von mehreren schwarzen Berühmtheiten, die grundlos beschuldigt worden seien. Der Popstar nannte in diesem Zusammenhang den früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela, Ex-Boxweltmeister Muhammad Ali und andere." Zum ganzen Artikel in SpOn.

Jetzt meine Frage: Seit wann ist Michael Jackson eine "schwarze Berühmtheit"? Darf man sich noch "schwarz" nennen, wenn man seine Hautfarbe hat ändern lassen? Meines Wissens ist Jackson schon seit einigen Jahren nicht mehr schwarz sondern eher leichenblass...

Antigua und Barbuda

Nachdem ich in meiner Besucherstatistik über das mir unbekannte Land "Antigua und Barbuda" gestolpert bin, habe ich ein bisschen recherchiert:

Antigua und Barbuda liegt in Mittelamerika - genaugenommen ist es eine karibische Insel in der Nähe von Barbados und der Dominikanischen Republik.
Die Hauptstadt, St. John's hat 24.000 Einwohner, die Insel hat insgesamt 69.000 Einwohner auf 442 Quadratkilometern. Die Landessprache ist Englisch, eine weitere Sprache, die die Einheimischen benutzen ist Kreolisch.

Seit 1981 ist die Insel unabhängig. Staatsoberhaupt der parlamentarischen Monarchie ist Queen Elizabeth II von England - sie wird seit Juni 1993 durch Generalgouverneur Sir James Carlisle vertreten. Regierungschef ist seit März 2004 Baldwin Spencer.

Nationalfeiertag ist der 1. November, die Nationalhymne kann man hier anhören.

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