Digitale Notizen

Internet, Astronomie, Raumfahrt & mehr

Schlagwort: Social Media (Seite 8 von 10)

Die Facebook-Aktion des FCB

Heute sind zwei Dinge aufeinander geprallt, für die ich mich sehr interessiere: Social Media und der FC Bayern.

Zwar ist man an der Säbener Straße nicht erst seit heute in den sozialen Netzwerken aktiv, war aber doch bisher in meinen Augen eher unauffällig unterwegs. Gut, ich habe das Facebook-Angebot bisher nur mit den Augen eines Fans und nicht aus professioneller Sicht betrachtet - aber das höchste der Gefühle war es aus dieser Sicht bisher, die Aufstellung vor einem Spiel aus erster Hand (und lange vor der Berichterstattung auf Sky) zu bekommen.

Aber jetzt haben sie etwas getan, dass ihnen viel Aufmerksamkeit sichert: eine Pressekonferenz wurde angekündigt, die man exklusiv auf Facebook anschauen können sollte. Dort sollte ein neuer Spieler angekündigt werden.

Technisch gelöst war die Aktion über einen Facebook-Tab, der leider zum Höhepunkt des Hypes nicht verfügbar war, da anscheinend zu viele User gleichzeitig darauf zugreifen wollten (zum Hintergrund: der Inhalt eines Tabs liegt nicht auf den Facebook-Servern, sondern beim Anbieter). Hier war wohl der Server zu "schwach".

Das kann passieren, sollte es aber nicht. Doch selbst wenn man über dieses Missgeschick hinwegsieht, geht es weiter: die Fans wurden nur wenige Tage nach dem verlorenen Spiel zum Rückrundenauftakt mit einem Hammer-Transfer geködert. Bekommen haben sie - im besten Fall, also wenn der Server erreichbar war - ein Video, das den Fans zeigen soll, dass sie wichtig sind (ich konnte es mir bisher nicht ansehen, habe aber diversen Facebook-Einträgen entnommen, dass es so ist).

So sehr ich es schätze, wenn sich jemand im Social Web Gedanken über Aktionen macht, die inhaltlich zum eigenen Themengebiet passen: diese Aktion war wohl nichts.

Die Fans sind enttäuscht und das aus gutem Grund. Sie wurden schlicht und ergreifend "hereingelegt" - ich will nicht schätzen, wie viele sich extra für diese Pressekonferenz einen Facebook-Account zugelegt haben. Ob die Fanzahlen - sollten sie durch diese Aktion gestiegen sein - konstant bleiben, wage ich zu bezweifeln.

Übrig bleibt in meinen Augen nur eines: ein übler Nachgeschmack. Eine Aktion, die richtig und sinnvoll klingt ("den Fans zeigen, dass sie für uns wichtig sind") hat eine Grundregel des Social Web verletzt: man hat den Fans nicht die Wahrheit gesagt, sondern sie unter einem Vorwand auf die Seite gelockt. Und im Social Web spielt nun einmal Ehrlichkeit eine große Rolle. Eigentlich hat das der FC Bayern und auch die Aktion (über die ich - wie oben geschrieben - bisher nur gelesen habe, ich habe sie selbst noch nicht genauer angeschaut) nicht nötig.

Mein "guter Vorsatz": mehr Social Media

Ich erstelle prinzipiell zum Start eines neuen Jahres keine Listen mit Vorsätzen. Was bringen Vorsätze, wenn es sie nur wegen eines bestimmten Datums gibt?

Trotzdem habe ich gerade ein paar Vorsätze gefasst. Nicht für dieses Jahr und nicht zu einem bestimmten Termin, sondern einfach so, weil ich das Gefühl habe, dass ich etwas vernachlässige, das mir eigentlich wichtig ist: das Bloggen, Twittern und ganz allgemein die Beschäftigung mit Social Media. Da es mir Spaß macht, sollte es mir eigentlich leicht fallen. Wie auch immer - bei der Umsetzung dürft ihr mich begleiten (und natürlich immer gerne anfeuern!) - ganz "social" über Facebook, Twitter und dieses Blog.

Wisst ihr, was ich hier vermisse?

Ich vermisse die Muse, täglich mehrere Blogeinträge zu schreiben - aber noch viel mehr vermisse ich eure Kommentare. Mir ist klar, dass ich nicht ganz unschuldig daran bin - meine ständigen und immer länger werdenden Blogpausen tragen sicherlich nicht dazu bei, dass hier mehr kommentiert wird.

Und dann kommen auch noch die ganzen Möglichkeiten dazu, die sich außerhalb eines Blogs bieten: Twitter, Facebook, Google+. Ja, es ist einfacher, bei einem dieser Dienste auf den geteilten Link zu antworten und ich freue mich auch über jede dieser Reaktionen. Aber eigentlich hätte ich die Kommentare viel lieber hier im Blog.

Warum? Weil sich beispielsweise eine Diskussion erst richtig entwickeln kann, wenn die Diskutanten nicht auf mehrere Netzwerke verteilt argumentieren. Wenn jemand auf Twitter antwortet, der Nächste bei Facebook kommentiert und ein Dritter auf Google+, dann kommt maximal eine Diskussion mit mir zustande - und das ist schade.

Außerdem werde ich das Gefühl nicht los, dass mir persönlich ein Kommentar im Blog mehr wert ist als ein Kommentar an anderer Stelle. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Ich gehöre aber auch zu den Menschen, die in der Regel per E-Mail oder privater Nachricht zum Geburtstag gratulieren - einfach weil ich finde, dass eine E-Mail oder Nachricht mehr "wert" ist als der schnelle Eintrag auf einer Pinnwand (das könnt ihr euch ja schon einmal merken *hust*).

[Edit: Übrigens ist dieser Beitrag nicht als fishing for compliments comments gedacht - ich freue mich trotzdem über jeden Kommentar.]

Die #twipprunde – Twitter goes Kicktipp

Ich hatte gestern bereits kurz darüber geschrieben, finde aber, die #twipprunde hat ihren eigenen Blogeintrag verdient (nachdem sie schon bei Nico und Daniel erwähnt wurde). Also, worum geht es?

Die #twipprunde ist eine kicktipp-Tipprunde zur ersten Fußball-Bundesliga. Teilnehmen kann jeder, der meint, die anderen Teilnehmer schlagen zu können der möchte - die Anmeldung ist offen. Da die Idee quasi auf Twitter entstand, braucht es natürlich auch ein Hashtag, das @digitaljakob, @danielrehn und ich in nur drei Tweets gefunden haben: #twipprunde. Zu gewinnen gibt es nichts Ruhm, Ehre, viel Spaß und wahrscheinlich den einen oder anderen Tweet der Konkurrenten.

Die Regeln in Kürze
Jeder Tipp muss bis 5 Minuten vor Anpfiff des jeweiligen Spiels abgegeben sein. Getippt wird das genaue Ergebnis nach 90 Minuten (eigentlich klar, es gibt ja keine Verlängerung und auch kein Elfmeterschießen...). Es gilt: für das exakt richtig getippte Ergebnis gibt es 4 Punkte, für die richtige Tordifferenz 3 Punkte und für die richtige Tendenz 2 Punkte. Außerdem werden vor Beginn der Saison (also noch bis Freitag, 20:25 Uhr) Tipps auf den Herbstmeister, dt. Meister, die drei letzten Plätze, den Torschützenkönig und den ersten Trainerwechsel abgegeben. Jede richtige Antwort auf eine dieser Fragen bringt 4 Punkte.

Und hier geht's zur #twipprunde »

Was Social Media für mich bedeutet

Social Media - es gibt gefühlte tausend Definitionen dafür und wahrscheinlich Milliarden Dinge, die man damit tun kann. Hier soll es nicht darum gehen, sondern um meine ganz persönlichen Erfahrungen damit. Was bedeutet Social Media für mich? Ich versuche es mit drei Beispielen:

re:publica 2011
Wir kommen zu dritt ins Restaurant, an einen Tisch, an dem schon einige andere re:publica-Besucher sitzen. Dort begrüßt mich @prcdv mit "Und, wie lebt es sich in der Traumwohnung?". Ob man es mir in diesem Moment angemerkt hat, weiß ich nicht - aber ich war sehr verwirrt. Erst nach einem heimlichen Blick aufs Namensschild hatte ich kapiert, dass Christian schon meinen Umzug über Twitter mitverfolgt hatte...

Man könnte das so zusammenfassen: Menschen, die du zum ersten Mal triffst, wissen evtl. schon einiges über dich und evtl. warst du sogar mit ihnen in Kontakt, ohne es sofort zu wissen.

Twitter und E-Mail
Neulich bekam ich eine Mail an meine Mailadresse, bei einem Kunden. Ob wir uns nicht zufällig auf Twitter folgen würden, ihr Twitter-Name sei @meta_physik. Und siehe da: ich kenne einen "Geschäftskontakt" schon mehrere Jahre über Twitter, die Astronomie-Blogosphäre und das Blog-Teleskop.

Die Zusammenfassung könnte hier lauten: Man weiß nie, wer hinter einer Mailadresse steckt oder bei einem Kunden arbeitet.

Kicktipp
Seit es auf die neue Bundesliga-Saison zugeht, habe ich Lust, in einer Tipprunde mitzumachen. Ohne Einsatz, nur zum Spaß und in einer netten Gruppe. Über Twitter und Facebook habe ich keine gefunden, aber @marcthomalla hat mich gestern Abend auf die Idee gebracht, selbst eine zu gründen. Gedacht, getan und neben einer interessanten Kicktipp-Gruppe mit momentan 18 Teilnehmern (wer mitmachen möchte, ist natürlich herzlich eingeladen, sich anzumelden!) hatte ich heute meinen Spaß auf Twitter oder (was @danielrehn viel besser ausgedrückt hat:)

Noch keinen einzigen Punkt bei #kicktipp geholt, aber schon Trash Talk galore mit @ und @. Herrlich =D
@danielrehn
Daniel Rehn

Das möchte ich zusammenfassen mit den Worten, mit denen Daniel meine Freude auf Twitter vorhin kommentiert hat: It's a kind of magic ... No, it's the interwebz ;-)

Insgesamt gesehen, ist Social Media eine wahnsinnig große Unterstützung dabei, Dinge zu tun, für die ich im wahren Leben wahrscheinlich zu schüchtern wäre. Durch Social Media lerne ich Menschen kennen, die ich sonst nie kennengelernt hätte. Ein Twitter-Netzwerk kann Fragen beantworten und Hilfestellung geben bei Problemen, bei denen ich früher ratlos geblieben wäre oder mich stundenlang durch Halbwahrheiten in Foren gequält hätte. Relevante Informationen finden den Weg zu mir, ich kann mit Hilfe diverser Twitter-Servicekanäle die meisten Hotline-Warteschleifen umgehen und nicht zu vergessen: es macht einfach Spaß.

140 Sekunden über Twitter

Seit ich die erste Folge von "140 Sekunden" gesehen habe, bin ich ein großer Fan der Videos, die in 140 Sekunden der Geschichte und dem Hintergrund eines Tweets nachspüren. Folge 3 dreht sich um @tagesschau und die beiden Journalisten, die per Twitter einen Wahlabend begleitet haben:

Rückblick re:publica 2011

Es heißt ja über uns Menschen, die den ganzen Tag am PC im Internet verbringen, dass wir keine sozialen Kontakte hätten und überhaupt, was ist denn an „diesem Internet“ (ich glaube, das war unser running gag in Berlin) so toll? Richtig erklären kann ich es nicht – zumindest nicht so, dass es jemand versteht, der es vorher noch nicht verstanden hat. Umso mehr genieße ich ein Mal im Jahr das Gefühl, von Gleichgesinnten umgegeben zu sein.

Die re:publica gilt ja als eine Art „Klassentreffen“ für die Blogger- und Internetgemeinde (die „alten“ Medien würden an dieser Stelle „Internetszene“ schreiben!). Und genau so fühlt es sich an, wenn man von vielen Menschen umgeben ist, bei denen man das Gefühl hat, sie schon zu kennen, ohne sie jemals im RL getroffen zu haben. Bei denen man weiß, dass keiner meckern wird, wenn man ein Mal zu oft aufs Smartphone schaut oder wenn man sich schnell nach dem Namen des Restaurants erkundigt, weil man ja noch auf Foursquare einchecken muss… Die über die gleichen Bemerkungen lachen können und so weiter.

Seit meinem ersten Besuch auf der re:publica im vergangenen Jahr habe ich mich also auf die diesjährige Veranstaltung gefreut - und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Beklagen würde ich das, was wahrscheinlich die meisten Anwesenden bemängeln würden: die schlechte Internetverbindung, die teils überfüllten Locations (die Kalkscheune ist mittlerweile definitiv zu klein!) und manchmal falsch geplante Räume. Aber alles andere war wirklich super. Es gab einige wirklich großartige Sessions - meine Highlights waren: „Blogger_innen im Gespräch“ mit der großartigen Julia Probst und „Internet, Social Media und die Rückkehr des Politischen in China“ mit meinem Ex-Prof. Lorenz Lorenz-Meyer. Und nicht zu vergessen die Treffen mit einigen, die ich schon aus meiner Twitter-Timeline kannte und einigen neuen Gesichtern, die die re:publica für mich erst zu einem „Klassentreffen“ gemacht haben.

Was übrig bleibt, ist wieder einmal das wirklich gute Gefühl, nicht „alleine auf der Welt“ zu sein mit meinem Faible für Social Media. Im Gegenteil: Es gibt sehr viele da draußen (die übrigens bei weitem nicht alle unter 30 sind, wie man vielleicht bei einem Thema wie diesem denken könnte!). Die Frage ist nur, wie ich jetzt ein Jahr überbrücken soll, bis zum nächsten „Klassentreffen“? Ich hoffe auf ein baldiges Barcamp in meiner Nähe oder zumindest auf jemanden in meinem Umfeld, der sich von dem Thema anstecken lässt! ;-)

Empfehlenswerte Präsentationen

Heute habe ich in meinem Feedreader gleich zwei spannende Präsentationen gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Einfach mal durchklicken und lernen! ;-)

Nummer 1 stammt von Daniel:

Und Nummer 2 ist von Ulrike Langer:

Ausgewählte Social-Media-Artikel

Drei Mal pro Woche verbringe ich zwei Stunden meines Tages in der S-Bahn und lese via iPhone sehr viele Artikel. Die besten davon bookmarke ich per Instapaper oder schicke sie mir per Mail zu. Eine kleine Auswahl, die in den letzten Wochen zusammengekommen ist und die vielleicht nicht nur mich interessiert:

Der Artikel "Brand Awareness im Social Web" beschreibt am Beispiel Blendtec (die berühmten "Will it blend?"-Videos!), wie man mit Hilfe von Social Media die Bekanntheit einer Marke steigert und geht dann näher darauf ein, wie man das auf Facebook erreichen kann.

"Gekaufte Fans und die Angst der Manager vor Social Media" erläutert, warum es nicht um die Anzahl der Fans und Follower geht, warum trotzdem so viele auf diese Kennzahlen schauen und worum es wirklich geht.

"Warum der Social-Media-Mix nicht nur aus Facebook und Twitter besteht" ist ein Artikel bei dem ich mich während des Lesens dabei ertappt habe, ständig zu nicken. Kurz gesagt ist es ein Plädoyer für Blogs, denn Inhalte, die nur bei Twitter und Facebook veröffentlicht werden, "versenden" sich sehr schnell.

Im Mashable-Artikel "HOW TO: Deal With Negative Online Sentiment About Your Brand" geht es um die so genannte "Badvocacy" - gemeint sind sich verbreitende, negative Kommentare über eine Firma im Netz. Erklärt wird, wieso es dazu kommt, wie man die "Badvocates" findet und anspricht und was man tun kann, um negative Kommentare zu vermeiden.

Das t3n-Magazin hat sich eine Twitter-Studie zum fünften Geburtstag des Microblogging-Dienstes genauer angeschaut und kommt zu dem Schluss: "Blogger haben mehr Einfluss als traditionelle Medien".

Die meisten Links habe ich in meiner Twitter-Timeline gefunden und weiß leider nicht mehr, wem ich welchen Link zu verdanken habe...

Facebook Places in der Bundesliga

Besonders praktisch ist es ja, wenn sich Hobby und Beruf miteinander verbinden lassen. Das ist bei mir in Sachen Social Media auf jeden Fall der Fall und folgender Artikel deckt noch einen weiteren Aspekt ab: Social Media bzw. Location Based Services in der Fußball-Bundesliga.

Der Sportmanager hat sich die Check-ins in deutsche Fußballstadien mit Facebook Places genauer angeschaut und präsentiert sie in seinem Blog.

Zum Artikel »

[Link via @danielrehn]

Ältere Beiträge Neuere Beiträge

© 2026 Digitale Notizen

Theme von Anders NorénHoch ↑

Diese Webseite nutzt Cookies, Social Media Plugins und Tracking Tools. Weitere Informationen gibt es unter Datenschutz.
Alles klar.
x