Gerade habe ich mir das Ende der "Goldene Kamera"-Verleihung angeschaut. Nein - nicht absichtlich, sondern nur, weil ich zufällig Michael Mittermeier gesehen habe. Und den finde ich nun mal einfach klasse. ;-) Auf jeden Fall hat er als Laudator den Ehrenpreis für Jerry Lewis anmoderiert. Jeder, der seinen Stil kennt, kann sich das ungefähr vorstellen: Die Bühne hat er komplett für sich eingenommen und sogar Bruce Willis im Publikum zum Schmunzeln gebracht.
Nachdem Mittermeier mit seiner "Show" fertig war, ist mir erst aufgefallen, dass ich diesen Jerry Lewis gar nicht kenne - ich habe seinen Namen noch nie zuvor gehört. In diesem Moment ist er mir auch eigentlich total egal, die Wikipedia oder die Internet Movie Database hat genug Informationen über ihn, wenn es jemanden interessiert...
Was bzw. wer mich an dieser Verleihung am meisten interessiert hat, war die Frau, die die "Goldene Kamera" tatsächlich überreicht hat: Geraldine Chaplin.Sie ist die Tochter des großen Charlie Chaplin und hat Jerry Lewis eine rührende Geschichte von ihrem Vater erzählt. Aber auch diese Geschichte ist es nicht, die mich so beeindruckt hat (obwohl sie wirklich ergreifend war...). Es war mehr Geraldine Chaplin selbst. Ihr Auftreten hat mich überzeugt: sie war so ungekünstelt liebenswürdig und charmant - ich würde fast schon britisch sagen *zwinker* - dass ich kaum glauben konnte, dass sie in Kalifornien geboren ist.
Weil es mich interessiert hat, habe ich ein bisschen nachrecherchiert: Ihre erste Hauptrolle (ja, sie kommt ganz nach ihrem Vater und ist auch Schauspielerin!) hatte sie 1965 in "Doktor Schiwago", vorher hat sie schon in einer der letzten Produktionen ihres Vaters vor der Kamera gestanden: In "Limelight" (1952). Letztes Jahr hat sie in dem spanischen Film "Sprich mit ihr" von Pedro Almodóvar mitgespielt.
Hier bloggt Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin, seit Februar 2005.
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