Digitale Notizen

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Monat: August 2005 (Seite 2 von 3)

Wahlkampf

Wahlkampf hier, Wahlkampf dort. Nicht einmal im Ausland hat man seine Ruhe davor. Langsam kann ich es nicht mehr hören/sehen. Jeder verspricht den potentiellen Wählern das Blaue vom Himmel herunter und macht die jeweilige "Gegner"-Partei schlecht. Ist nur die Frage, was nach der Wahl davon umgesetzt wird. Doch ganz bestimmt nicht das, was vorher groß angekündigt wurde. Und die Parteien, die in der Opposition gelandet sind, übernehmen die Rolle, die ihnen zugedacht wurde: Die Entscheidungen der Regierung kritisieren schlecht machen, auch wenn sie vielleicht nicht so schlecht waren. Schließlich ist in vier Jahren wieder Wahl.

Und weil ich davon einfach nur noch genervt bin, schlage ich vor, dass wir JETZT SOFORT wählen. Dann müsste man wenigstens nicht mehr jeden Tag die aufgebauschten (Sommerloch-)Schlagzeilen über irgendwelche mehr oder weniger interessanten Politikeraussagen ertragen und es würde vielleicht schneller etwas bewegt werden. Vorausgesetzt, die richtigen Parteien bekommen wieder die Mehrheit der Stimmen.

Milano

Ein halber Tag in Milano hat mir ehrlicherweise voll und ganz gereicht. Sehenswertes gibt es einiges, aber das ist alles relativ schnell erledigt. Die Stadt ist zwar schön, kann sich aber beim besten Willen nicht mit Rom messen.

Da man das Meiste zu Mailand sowieso in Reiseführern nachlesen kann und ich nicht das Selbe schreiben will, nur ein paar Bilder und wenige Tipps von mir:

Das Castello Sforzesco ist ein mittelalterliches Schloss, mitten in Mailand.
Die Galleria Vittorio Emanuele II. lädt wegen ihrer teuren Einkaufsmöglichkeiten weniger zum Einkaufen als zum Flanieren ein.
Der gotische Mailänder Dom lädt dazu ein, das Dach zu besteigen und einen fantastischen Blick auf die Stadt zu genießen.
Blick vom Dach des Mailänder Doms auf die Galleria Vittorio Emanuele II. und einen Teil des Doms.

Geheimtipp!
Der Besuch des Cimitro Monumentale (Friedhof der Monumente) in der Nähe des Mailänder Garibaldi-Bahnhofs lohnt sich. Dort wurden (und werden) die reichsten und bekanntesten Mailänder in beeindruckenden Grabstätten beigesetzt. Eine Besonderheit des Friedhofs: Hier werden Juden und Christen gemeinsam beerdigt.

Dieser Beitrag ist mit Hilfe des Wikipedia-Eintrags "Milano", der Website Milano24ore und meinen eigenen Erfahrungen entstanden. Die Bilder unterliegen meinem (c).

Lago di Como

Der 146 km2 große Lago di Como gehört zu den Oberitalienischen Seen (wie z.B. auch Lago di Lugano, Lago di Garda und Lago Maggiore) und hat die Form eines umgekehrten "Y". Das Klima ist mild, weshalb jährlich viele Touristen angelockt werden. Die tolle Umgebung reizt auch Hollywoodstars wie George Clooney, der dort mittlerweile drei Häuser besitzt.. Interessant sind vor allem die größeren Städte in der Umgebung des Sees: Lecco, Como und Colico.

Aber auch Bellagio ist einen Ausflug wert. Das kleine Dorf befindet sich an der Stelle, wo sich die beiden Arme des Comer Sees vereinen und hat das typisch italienische Flair: viele kleine enge Gässchen mit kleinen Läden. Und obwohl Touristen den idyllischen Ort mittlerweile nahezu überschwemmen ist Bellagio sich treu geblieben: Es gibt kaum Souvenirs und die mittägliche Siesta ist heilig.

In Bellagio kann man stundenlang durch schmale Gassen flanieren.

Auch Lecco sollte man auf jeden Fall besuchen: Dort gibt es die größte und schönste Fußgängerzone am Comer See. Zwar sucht man auch dort vergebens nach Souvenirläden und Pizzerien, aber gerade das kann den Reiz von Lecco ausmachen. Mittwochs ist übrigens Markttag in Lecco - vor allem das frische Obst ist dort empfehlenswert. Für einen atemberaubenden Blick auf Lecco und Umgebung kann man mit der Zahnradbahn in den höher gelegenen Stadtteil Malgrate hinauffahren.

Colico liegt am nördlichen Ende des Comer Sees, am Rande des Monte Legnone. Es ist ein bedeutendes Schifffahrts- und Fremdenverkehrszentrum mit guten Möglichkeiten zur Ausübung von Wasser- und Bergsportarten. Außerdem ist Colico schon immer eine wichtige Verbindungsstelle zu den naheliegenden Alpenregionen.

Colico am nördlichen Ende des Sees ist umgeben von Bergen.

Dieser Beitrag ist mit Hilfe des Wikipedia-Eintrags "Lago di Como", der Website Comersee-Info und meinen eigenen Erfahrungen entstanden. Die Bilder unterliegen meinem (c).

Wieder da!

Die Gegend um den Lago di Como ist toll, Milano ist eine schöne Stadt (aber nur für einen Tag, mehr gibts dort nicht zu sehen), die Italiener können immer noch nicht Autofahren und ich bin tatsächlich braun geworden. Einen etwas ausführlicheren Eintrag mit Bildern gibts demnächst, bin auf dem Sprung.

Es tut sich was…

Bei Springer und der ProSieben-Sat1-Gruppe scheint sich was zu tun, was der Medienlandschaft berechtigterweise nicht gefällt. (Hatte eigentlich keine Zeit, das Ganze näher zu verfolgen, deshalb die vagen Formulierungen.) Es geht mir im Moment auch nur um eins: Das Blog angemerkt. bringt die Sache auf den Punkt: "Das nennt man wohl Konzentration auf die Kernkompetenzen: Unterschichtenmedien...". Mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

Und jetzt ab in den Urlaub... *freu*

Sommerpause

Ich verabschiede mich dann mal langsam aber sicher in den Urlaub. Zwar geht's erst morgen los, aber jetzt fängt der Pack-Stress an...

"Bild-Block"

Auszug aus einer SMS, die ich vorhin bekam:

"Die Bild hat sich heute einen riesigen Fehler geleistet: Auf Seite 2 ist ein Artikel, der komplett falsch ist"

Fünf Minuten später:

"Da müssen wir mal eine Mail an die Bild oder an den Bild-Block schreiben!"

Nun gut. Die Bild habe ich grade nicht neben mir liegen und werde sie mir aus diesem Grund auch nicht kaufen. Aber immerhin scheinen meine ständigen Bild-Lästereien und das Regelmäßige aus-dem-Bildblog-vorlesen endlich zu fruchten.

Und ja, der SMS-Schreiber hat keine Ahnung von Blogs - siehe "Bild-Block". ;-)

Aufräumaktion in Köln

Auf dem Kölner Gelände, auf dem in Kürze der Weltjugendtag stattfinden wird, wurden in einer Räumaktion "32 Bomben, 31 Brandbomben, 15 Rohrwaffengeschosse, 2200 Sprengkörper, 73 Kilogramm Munitionsteile sowie 13 500 Kilogramm Schrott" gefunden und beseitigt, schreibt die Netzeitung unter Berufung auf NRW-Innenminister Ingo Wolf.

Was so ein anstehender Papst-Besuch alles bewirken kann... Habense also endlich mal aufgeräumt ;-)
Aber im Ernst: Es ist doch wirklich erschreckend, was da alles noch unter der Erde liegt...

Hausfrau

Wenn mich in letzter Zeit jemand nach meinem Beruf gefragt hätte, hätte ich mit hoher Wahrscheinlichkeit reflexartig "Hausfrau" geantwortet. Putzen, bügeln, kochen, aufräumen - alles, was man während eines Semesters halbwegs verdrängen kann, fällt in den Ferien auf einmal ständig an.

Und jetzt verschwinde ich wieder ans Bügelbrett - es warten noch zwei Körbe Wäsche auf mich, Negativeffekt vom in-den-Urlaub-fahren-wollen :-(

Anonym

So, ab sofort darf hier auch anonym kommentiert werden. Danke, twoday! :-)

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