Seiltänzertraum

Ich muss gestehen, ich war jahrelang PUR-Fan. Die Texte waren klasse, die Melodien und Konzerte auch und das Bild der Bandmitglieder nach außen war sympathisch. Irgendwann (ich bin jetzt zu faul zum Recherchieren...) wurde alles anders. Die Texte wurden seicht (genaugenommen hat das schon nach "Abenteuerland" angefangen), es gab scheinbar nur noch Liebeslieder für ständig wechselnde Frauen oder Lieder für die Kinder des Sängers - einmal schön, auf die Dauer aber irgendwie langweilig.

Dann gibt es da aber auch noch diese stillen Klassiker, die es mir bis heute angetan haben. "Seiltänzertraum" wäre da so ein Beispiel. Schon alleine das Wort "Seiltänzertraum" fasziniert mich irgendwie - ich kann es nicht erklären. Dann der Text - Dinge die jeder kennt und sich vielleicht noch nie so wirklich klargemacht hat. Und dann kommt das Highlight: Die Melodie des Refrains. Das ist das "Fallenlassen" ins Netz des Seiltänzers, das "keine Angst mehr haben müssen" und "es wird doch noch alles gut". Wenn ich Lieder wie dieses höre, verzeihe ich der Band auch die nachfolgenden schlechteren Alben.

Tanja Banner

Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin und Bloggerin mit Interesse an Social Media, Astronomie und Raumfahrt. Bücherwurm. Fan des FC Bayern. Pendlerin. Online-Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau.

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