Monat: November 2007 (Seite 1 von 4)

Nicht leicht zu lesen, aber wunderschön

Wow, "Atonement" ist richtig gut - schon allein weil Ian McEwan eine tolle Schreibe hat. Nicht leicht zu lesen, aber wunderschön. Eine kleine Kostprobe:

She whispered his name with the deliberation of a child trying out the distinct sounds. When he replied with her name, it sounded like a new word - the syllables remained the same, the meaning was different. Finally he spoke the three simple words that no amount of bad art or bad faith can ever quite cheapen. She repeated them, with exactly the same slight emphasis on the second word, as though she were the one to say them first. He had no religious belief, but it was impossible not to think of an inivible presence or witness in the room and that these words spoken aloud were like signatures on an unseen contract.

aus "Atonement" von Ian McEwan

Kommt ein Stöckchen geflogen…

Tine will ein paar Dinge über Weihnachten von mir wissen. Ich bin zwar kein Weihnachtsfan, werde aber trotzdem antworten - kurz und bündig:

3 (materielle) Wünsche zu Weihnachten

3 Menschen, mit denen ich gerne Weihnachten feiern würde

  • Sid und Penny (wie es aussieht klappt das mit dem alljährlichen Weihnachtsbrunch dieses Jahr wohl nicht...)
  • ansonsten bin ich wunschlos glücklich

3 Menschen, die von mir ein Weihnachtsgeschenk erhalten

  • Sid
  • Penny
  • und mein Vater natürlich ;-)

3 Menschen, die das Stöckchen fangen sollen

Flashback

J. war meine beste Freundin in der Grundschule - was wir taten, taten wir gemeinsam, meist in Begleitung ihres Hundes. Wir waren unzertrennlich, bis eines Tages der große Knall kam. Das muss - grob geschätzt - in der sechsten Klasse gewesen sein. Worum es in dem Streit ging, weiß ich heute nicht mehr - ich erinnere mich nur noch daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt NIE WIEDER etwas mit J. zu tun haben wollte und dass wir uns wirklich fast geprügelt hätten.

Danach war natürlich nichts mehr wie vorher. Monatelang sprachen wir nicht miteinander und kurz nachdem wir uns doch wieder halbwegs versöhnt hatten, wechselte ich auf die Realschule. Neue Aufgaben, neue Freunde - und schon war die alte (wenn auch sehr angeknackste) Freundschaft verdrängt. Als ich auf die gymnasiale Oberstufe wechselte, war J. Auszubildende und unsere Lebenswelten waren so unterschiedlich, dass wir uns kaum etwas zu sagen hatten.

Mittlerweile haben sich unsere Lebenswelten teilweise angepasst und wir hätten uns eigentlich viel zu erzählen. Allerdings tun wir das nur dann, wenn wir uns zufällig über den Weg laufen. Ich glaube, ich sollte die Initiative ergreifen und versuchen, die alte Freundschaft wieder zu beleben. Und wenn ich schon dabei bin, muss ich sie unbedingt auch nach dem Grund für unseren großen Streit fragen ;-)

Ganz oder gar nicht

Gestern im Kino ("Von Löwen und Lämmern") ist mir etwas aufgefallen: Manche Texte, die man als Zuschauer verstehen musste, um der Handlung folgen zu können, wurden ins Deutsche übersetzt. Nicht mit Untertiteln, wie man das gewohnt ist, sondern richtig: Statt dem englischen stand ein deutsches Wort da.

Prinzipiell finde ich die Idee, dem Leser Untertitel zu ersparen, gut - Multitasking ist ja nicht jedermanns Sache. ;-) Aber in diesem Fall fand ich es eher störend und unpassend, denn: Der Film spielt ganz offensichtlich in den USA und zumindest für mich ist es unlogisch, Formulare und Zeitungsausschnitte aus den USA auf deutsch präsentiert zu bekommen. Und noch viel schlimmer: Man hat anscheinend nur die wirklich wichtigen Texte übersetzt - die übrigen Texte waren auch in der deutschen Version noch englisch.

Klingt nicht schlimm, wirkt aber äußerst seltsam, wenn es folgendermaßen aussieht: Man sieht einen Brief, oben steht dick und fett (und deutsch!) "Einberufungsbescheid" und darunter im Text dann "Dear Mr. XYZ..." Sorry, aber das ist dämlich - entweder ganz oder gar nicht, bitteschön!

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Wie ich den Film fand? Besser als erwartet. In meinen Augen ein echter Anti-Kriegsfilm (im Gegensatz zu vielen sogenannten "Anti-Kriegsfilmen", die in meinen Augen Kriegsfilme sind), wobei mich einige Dinge doch ziemlich gestört haben. Darauf werde ich hier nicht näher eingehen - das würde den Rahmen sprengen.

Atonement

Neulich habe ich zusammen mit Sid den Film "Abbitte" im Kino gesehen. Während ihr der Film nicht mehr aus dem Kopf geht, liegt die Romanvorlage ("Atonement" von Ian McEwan) vor mir und wartet darauf, gelesen zu werden. Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, die Romanvorlage so direkt nach dem Film zu lesen - aber ich bin einfach unglaublich neugierig.

Neugierig, mit welchen Worten das Drama um Briony, Cecilia und Robbie beschrieben wird, wie in ihre Seelen geblickt wird und ob das Buch besser ist als der Film. Das ist ja meistens der Fall und würde in diesem speziellen Fall wohl bedeuten, dass das Buch "Atonement" ein Meisterwerk ist. Denn der Film war so fesselnd, so eindringlich, so nachwirkend, dass das ein Buch erstmal nachmachen muss. Von den schönen Bildern und der Musik will ich gar nicht erst reden...

Worum geht es überhaupt?

On the hottest day of the summer of 1935, thirteen-year-old Briony Tallis sees her sister Cecilia strips off her clothes and plunge into the fountain in the garden of their country house. Watching her is Robbie Turner, her childhood friend who, like Cecilia, has recently come down from Cambridge.

By the end of that day the lives of all three will have been changed forever. Robbie and Cecilia will have crossed a boundary they had not even imagined at its start, and will have become victims of the younger girl's imagination. Briony will have witnessed mysteries, and committed a crime for which she will spend the rest of her life trying to atone.

Der Trailer zum Film

Fremdgegangen

Ich muss gestehen, dass ich eine Zeitlang quasi "fremdgegangen" bin: Vor gut einem Monat habe ich mir ein anonymes Blog angelegt, um auch über die Dinge schreiben zu können, über die ich hier nicht mehr bloggen mag, weil sie zu persönlich/verrückt/whatever sind. Nach einem Monat hatte ich in meinem neuen Blog grandiose vier Einträge geschrieben (auf Englisch, öfter mal was Neues!) und zwei Kommentare erhalten. Zwar waren die Kommentare sehr nett, aber ich bin von euch, meinen Stammkommentatoren so verwöhnt, dass ich das einfach nicht mehr missen will...

Deshalb habe ich zwei Entscheidungen getroffen: Erstens werde ich das andere Blog wieder dicht machen - das hat so einfach keinen Sinn und macht keinen Spaß. Und zweitens werde ich hier gelegentlich auch englischsprachige Blogeinträge verfassen. Einfach um in Ãœbung zu bleiben (ok, und weil einer der beiden Kommentare mein Englisch gelobt hat *hust*).

Ich hoffe, ihr könnt damit leben. Ich verspreche auch hoch und heilig, dass ich die Fachbegriffe, die ich mir für meinen Nebenjob nach und nach angeeignet habe, hier nicht auspacken werde ;-)

PS: Sorry für die plakative Ãœberschrift - ich fand die grade ganz passend und außerdem heißt es ja immer, dass die Ãœberschrift den Leser anzieht. Hat's geklappt? ;-)

Typo3 reloaded

Momentan experimentiere ich wieder etwas mit Typo3, denn es könnte sein, dass ich damit mein Diplomarbeits-Webdossier aufsetze (noch weiß ich allerdings nichts über die Abgabemodalitäten, das steht also noch in den Sternen). Näheres klärt demnächst ein Gespräch mit meinem Betreuer.

Aber worauf ich eigentlich hinaus will: Typo3 ist eigentlich ein ziemlich einfach zu bedienendes CMS und auch die Installation ist gut machbar, wenn man sich etwas in die Materie einliest. Aber dann wird's haarig - zumindest aus meiner Sicht. Wie es in der Wikipedia so schön formuliert ist:

Ein Entwickler, der eine TYPO3-Website erstellen möchte, muss die Konfigurationssprache TypoScript beherrschen.

Dummerweise tue ich das nicht und habe deshalb nur relativ unbefriedigende Möglichkeiten: Ich kann mich mit den Standard-Templates zufriedengeben, mich an ihnen entlanghangeln und per "trial and error" Dinge anpassen oder ich kann anfangen, TypoScript zu lernen...

Gute-Nacht-Lied

Ein großartiger Song, tolle Lyrics, eine perfekte Duett-Partnerin und eine gute Live-Performance - und das Alles in einem einzigen Video: "Till we ain't strangers anymore" von Bon Jovi.

Kommentarlos

In letzter Zeit passiert es mir immer wieder, dass ich auf anderen Blogs kommentiere und meine Kommentare einfach nicht beantwortet werden. Dabei kann man doch auf fast alles etwas antworten und ich dachte eigentlich auch, dass ein Blogger seine Kommentatoren pflegen sollte... Abgesehen davon sieht ein einziger Kommentar irgendwie "einsam" aus und erweckt den Eindruck, dass dem Blogger die Kommentare (und/oder Kommentatoren) irgendwie egal sind.

Ich gebe mir übrigens immer Mühe, auf jeden Kommentar zu antworten - und sei es nur mit einem meiner heißgeliebten Smileys ;-)

Was haltet ihr davon? Sollte man versuchen, auf alle Kommentare zu antworten? Tut ihr das oder seht ihr es ganz anders als ich? Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

The show must go on

Wie mein Vater drüben im Lauftagebuch schreibt: Heute vor 16 Jahren starb Freddie Mercury, der Frontmann der Band Queen.

"Ich denke wirklich nicht darüber nach, wann ich sterbe oder wie meiner erinnert werden wird. Ich denke wirklich nicht darüber nach. Es ist deren Problem. Wenn ich tot bin, wen kümmert's? Mich nicht."

Freddie Mercury 1991 in einem Interview.

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