Twitter-Tool Twitbin im Test

Twitter

Vor einiger Zeit war ich auf der Suche nach einem Addon, mit dem ich meine Twitter-Timeline auch im Browser ständig im Blick habe. Meine Anforderungen: Das Tool muss im Browser (Firefox) laufen und sich möglichst auf der rechten Seite als schmale Spalte anzeigen lassen. Aus dem Addon heraus muss die Interaktion auf Twitter möglich sein.

Auf Twitter wurde mir mehrfach Echofon empfohlen, das aber nur noch für Android und iOS weiterentwickelt wird. Laut Website wird die Desktopanwendung weiterfunktionieren, solange Twitter die Version 1.0 der API unterstützt. Weil ich mich nicht an etwas gewöhnen will, was dann nicht mehr funktioniert, habe ich mich weiter umgeschaut und bin auf Twitbin gestoßen.

Ich habe zwar einige Kritikpunkte, bin im Großen und Ganzen aber ganz zufrieden mit Twitbin. Weshalb ich den Dienst hier kurz vorstellen und - mit Einschränkungen empfehlen - möchte.

Screenshots, die das Addon in Aktion zeigen:

Twitter-Account zu Twitbin hinzufügen
Twitter-Account zu Twitbin hinzufügen
Auswahl aus mehreren Twitter-Accounts
Auswahl aus mehreren Twitter-Accounts
Diese Twitbin-Einstellungen sind möglich
Diese Twitbin-Einstellungen sind möglich
So sieht es aus, wenn man twittert
So sieht es aus, wenn man twittert
Neue Tweets erhalten
Neue Tweets erhalten

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Twitbin ist toll, um die eigene Twitter-Timeline immer im Blick zu haben. Mentions und DMs erkennt man auf einen Blick an einem Punkt unter dem jeweiligen Symbol, wie dieser Screenshot zeigt:

Mention oder DM erhalten
Mention oder DM erhalten

Fährt man mit der Maus über einen Tweet, kann man mit ihm interagieren, das heißt favorisieren, retweeten, antworten oder per Mausklick den Tweet direkt auf twitter.com anschauen:

Mit Tweets interagieren
Mit Tweets interagieren
Retweeten bestätigen
Retweeten bestätigen

Auch auf die eigenen/abonnierten Twitter-Listen und Favoriten kann man zugreifen. Ebenfalls positiv bewerte ich die Möglichkeit, mehrere Twitter-Accounts zu hinterlegen, zwischen denen man dann mit nur drei Klicks (und ohne erneut das Passwort eingeben zu müssen) wechseln kann.

Wichtige Features fehlen

Es ist also beinahe alles möglich, was man zum Twittern braucht. Für den Anfang reicht es, wenn man jedoch sonst andere Tools nutzt, ist man verwöhnt und möchte gerne mehr. Zum Beispiel, dass sich die Timeline von alleine aktualisiert. Zwar wird angezeigt, wenn es neue Tweets gibt, man muss sie jedoch durch einen Mausklick einblenden.

Auch die Möglichkeit, einen Link zu kürzen, fehlt. Bei replies gibt es keine Möglichkeit, im Addon die gesamte Unterhaltung anzuschauen - wie es zum Beispiel in der Twitter-App für iOS möglich ist (ja, ich nutze und mag sie!). Hier muss man erst auf twitter.com wechseln und sich dort die Unterhaltung anschauen. Viel zu umständlich!

Noch ein Kritikpunkt: Es gibt keine Möglichkeit, Tweets zeitzusteuern. Zugegeben, das braucht man als Normalsterblicher nicht, das Addon könnte allerdings auch für die berufliche Nutzung interessant sein - wenn es denn das Vordatieren von Tweets erlauben würde.

Fazit: Gutes Tool mit einigen Mängeln

Mein Fazit: Twitbin ist ein gutes Tool, um die Timeline neben dem Surfen im Blick zu behalten, ohne im Browser ständig Tabs wechseln zu müssen. Es gibt allerdings einige Nachteile bzw. fehlende Features. Würde man hier nachbessern, könnte ich das Tool uneingeschränkt empfehlen. So eben nur mit Einschränkungen. Ich werde es wohl erst einmal weiter nutzen, gleichzeitig aber nach weiteren Tools Ausschau halten (ich freue mich über Tipps und Empfehlungen in den Kommentaren!).

Tanja Banner

Tanja Banner (geb. Morschhäuser), Online-Journalistin und Bloggerin mit Interesse an Social Media, Astronomie und Raumfahrt. Bücherwurm. Fan des FC Bayern. Pendlerin. Online-Redakteurin bei der Frankfurter Rundschau.

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4 Gedanken zu „Twitter-Tool Twitbin im Test

  1. Wer hätte gedacht, dass ich mal einen Artikel über Twitter kommentiere? :)
    Ich habe im Moment auch Twibin, einfach weil ich nichts besseres gefunden habe, was zuverlässig ist und ich auch verstehe, aber was mich ungemein nervt ist, dass man es nicht minimieren kann, sonder nur schließen. Immer muss ich links diese Leiste auf haben und das schränkt bei einem 4:3 Bildschirm ein.
    Falls es die Funktion doch gibt, bitte ich um Aufklärung. :)
    Ansonsten warte ich mit dir weiterhin auf Tipps für Alternativen.

  2. Also ich kenne nur die Möglichkeit, es zu schließen, wobei du dir ja oben neben die Adressleiste im Browser das Twitbin-Symbol hinzufügen kannst, um es schnell wieder zu öffnen (wobei ich das Problem mit dem Platz bei meinem Bildschirm nicht habe).

  3. Ach, wie lustig, da google ich zu Alternativen nach Echofon, weil das Firefox-Plugin mittlerweile nicht mehr funktioniert und dann stoße ich auf Deine Seite. :-) Twitbin habe ich seit der Abschaltung der APIv1 von twitter (weshalb Echofon nicht mehr läuft) – also seit ein rund einer Woche. Sehe aber noch große Probleme, weshalb ich mich nach einer neuen App umgucken möchte.

    Mein Fazit zu twitbin

    + gutes, schlichtes Design (schön minimalistisch wie bei Echofon)

    – Die Aktualisierungen klappen nicht zuverlässig (gibt einem z.B. auch nicht die Anzahl der ungelesenen tweets -seitdem man das letzte Mal den Browser geschlossen hatte- aus)

    – Ein großes Manko sehe ich in der Schriftgröße. Mit meinem 27″ Bildschirm und einer Full-HD-Auflösung von 1920x1080px ist sie schlichtweg zu groß. Im Normalfall passen 7 Tweets auf einen Bildschirm. Die Schritgröße lässt sich nicht einstellen.

    – Der automatische URL-Shortener in bit.ly ist seit dem eigenen Shortner von twitter (und das ist ja auch schon gut 1 bis 2 Jahre her) komplett überflüssig.

    – Bei von twitter gekürzten und in t.co-Links gewandelte Adressen werden nicht in der Original-URL angezeigt (beide vorangegangenen Punkte finde ich unerlässlich, da hinter diesen eigenen Shortener nicht zu erkennen ist, was dahinter steckt – wird gerne auch missbräuchlich genutzt).

    – Ist die rechte Sidebar-Position geschlossen, kann man trotzdem nicht mit der Maus ganz nach rechts gehen und in der Internetseite scrollen. Erst ein Pixel nach links und dann geht’s. Wer nicht mit dem mittleren Maus-Rollrad scrollt, wird irritiert sein, wenn man blind einfach nur die Maus nach rechts zieht, um beim Balken anzusetzen. Nur ein kleiner Bug, der aber nervt.

    – Die Überblendfunktion von Tweets -> Mentions (usw.) finde ich persönlich überflüssig und dauert mir zu lange.

    – Das Programm liegt nur auf Englisch vor. Ansich kein Problem; die Funktionen sind ja äußerst minimiert. Trotzdem sollte das möglich sein.

    – Generell finde ich, dass es viel zu wenige Einstellungsmöglichkeiten gibt.

    In diesem Sinne: Ich bin weiter auf der Suche! ;-)
    Sebastian

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